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making of

Instandsetzungsarbeiten erforderlich gewesen,

die technisch wie wirtschaftlich keine nach-

haltige Verlängerung der Lebensdauer bewirkt

hätten. Die Entscheidung fiel deshalb zugunsten

eines Ersatzneubaus.

In 4 Wochen nicht zu schaffen? Aber hallo!

Ein Endmastmit um45° gedrehter Traverse und

doppelexzentrischer Plattengründung wurde

eigens für diesen Anwendungsfall als Ersatz für

die beiden Portale entwickelt. Dadurch konnte

das begrenzte Platzangebot besser genutzt und

die Wirtschaftlichkeit optimiert werden.

Da ohne die 110-kV-Hochspannungsfreileitung

aus der UAHeinitz das Eisenwerk Neunkirchen

nicht ausreichend versorgt werden kann, konn-

te der Umbau nur innerhalb der vierwöchigen

Betriebsferiendurchgeführt werden. Eine sport-

liche Aufgabe, da eine solche Baumaßnahme

normalerweise bis zu 10 Wochen in Anspruch

nimmt. Durch den Einsatz einer speziellen Be-

tonrezeptur, die das Abbinden des Baustoffes

extrembeschleunigt und einer straff optimierten

Baustellenorganisation konnte die Einhaltung

von 4 Wochen Bauzeit garantiert werden.

Zunächst wurde dabei die 110-kV-Hochspan-

nungsfreileitung in Wochenendarbeit proviso-

risch an ein vorhandenes Sammelschienenpor-

tal umgelegt und über 110-kV-Baueinsatzkabel

temporär versorgt. Die nun „freien“ Portale

wurden danach durch den neuen Mast ersetzt.

Zunächst wurde das Fundament mit rund 350 kg

netz

dienstleistungen

Volle Power für die

saarländische Industrie

und Wirtschaft

D

ie VSE Verteilnetz GmbH führt in diesem Jahr

zahlreiche Bauprojekte durch, die der Sicherung

der Stromversorgung und der Erhöhung der Versor-

gungskapazität dienen.

Das Eisenwerk Neunkirchen ist das älteste Unterneh-

men inder saarländischenStahlproduktion. Der Betrieb

besteht seit 1593 und wurde imZuge der Stahlkrise im

Jahr 1982 von der Saarstahl AG übernommen.

Heute werden in Neunkirchen pro Jahr über 800.000

TonnenWalzstahl erzeugt. AmStandort sindmehr als

800 Mitarbeiter beschäftigt. Das Eisenwerk ist eines

der energieintensivsten Unternehmen des Saarlan-

des, dessen Stromversorgung überwiegend über

eine 110-kV-Hochspannungsfreileitung aus der VSE-

Umspannanlage inNeunkirchen-Heinitz gewährleistet

wird. Die 6 Leiterseile der 110-kV-Freileitung endeten in

der Umspannanlage an zwei Stahlgitterportalen, die in

den frühen 60er Jahren errichtet wurden. Da aber auch

an Stahl der Zahn der Zeit nagt, wären umfangreiche