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die Stromversorgungwieder aufgebaut wurde:

Die Wirtschaft liegt danieder, die Folgen der

GAUs in den Atomkraftwerken sind kaum ab­

sehbar, die Schulden haben unvorstellbare

Höhen erreicht, die Produktion in der Industrie

läuft nur schleppend an, teilweise sogar gar

nicht mehr, viele alte und kranke Menschen

musstenmangelsVersorgungsterben. Dieüber

mehrere Jahre vorbereitete Cyberattacke auf

die westliche Welt hat die beabsichtigte Wir-

kung der Terroristen nicht verfehlt. Bei diesen

Gedanken wird dem Leser Angst und Bange,

wenn er an die allzeit propagierte Sicherheit

unserer Infrastruktur denkt. Der Angriff auf die

angeblich so sicherenNetze des französischen

Fernsehsenders TV 5 im Frühjahr hat uns vor

Augen geführt, wozu Cyberterroristen in der

Lagesind. EineRundumsicherheit gibt esnicht.

Ein Restrisiko bleibt.

[nea]

Blackout ist alsTaschenbuch2013 imBlanvalet-

Verlag erschienen.

ISBN: 978-3-442-38029-9; Preis 9,99 Euro.

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ElsbergsRomanheld ist der italienische IT-Spe-

zialistPieroManzano.WährendderWesteneine

Cyberattacke der Russen, Chinesen oder einer

islamistischen Terrororganisation vermutet,

ist Manzano den Hackern bereits auf der Spur

aufgrundmerkwürdigerCodes inSmartMetern,

die in fast allen Haushalten Italiens eingebaut

wurden. Obwohl er Europol seineHilfeanbietet,

findeterzunächstkaumGehörundwirdzuguter

Letzt aufgrund seiner dubiosen Vergangenheit

als Kämpfer gegen die Globalisierung selbst

verdächtigt, dieCyberattackemit vorbereitet zu

haben. Gemeinsam mit einer amerikanischen

Journalistin gelingt es ihm immer wieder, sich

aus den aberwitzigstenSituationen zu befreien

und letztendlich den Hackern das Handwerk

zu legen.

Nach zwei Wochen ohne Strom – inzwischen

ist auch die USA komplett betroffen – ist die

internationale Hackerbande zwar dingfest ge­

macht, aber dieCyberattackeauf dieStromver-

sorgung hat diewestlicheWelt an denAbgrund

geführt. Nichts ist mehr so wie es war, obwohl