Kraftwerk Ensdorf: Stromerzeugung für das Saarland

Seit mehr als 40 Jahren wird in Ensdorf bei Saarlouis umweltfreundlich Strom aus Steinkohle erzeugt. Bis heute ist das Kraftwerk ein Garant für preisgünstigen Strom, den vor allem saarländische Industrieunternehmen aus der Stahl- und Automobilbranche mit ihrem hohen Strombedarf benötigen.

Das Kraftwerk Ensdorf (Luftaufnahme)

Die VSE betreibt in Ensdorf einen eigenen 120 MW-Block (brutto) und ist Betriebsführer eines 310 MW-Blocks für Saarstahl und Saarschmiede. Schritt für Schritt hat die VSE in den letzten Jahren die Wettbewerbsfähigkeit des Kraftwerks erhöht: Modernisierungsmaßnahmen, Flexibilität und Ideenreichtum der Mitarbeiter sowie Kostenreduzierung sind dabei die Schlüsselfaktoren.

Dazu zählen vor allem Wirkungsgrad verbessernde Maßnahmen, die Optimierung von Verfahrensabläufen durch EDV-Unterstützung, die Vollautomatisierung der Bekohlungsanlagen, die Einführung der risikobasierten Instandhaltung, die Fernwärme-Auskopplung und der Einsatz von Ersatzbrennstoffen. VSE ist mittlerweile in der Lage, zwei Ballast-Kohleblöcke mit weniger als 100 Mitarbeitern zu betreiben.

Gleichzeitig sichert VSE Arbeitsplätze. Und das nicht nur im Kraftwerk selbst. Aufträge in Höhe von mehreren Millionen Euro fließen pro Jahr aus dem Kraftwerk an Zulieferer und Service-Firmen in der Umgebung. Diese Politik belässt die Wertschöpfung des Kraftwerks in den umliegenden Gemeinden und sichert Arbeitsplätze vor Ort.

Großen Wert legt die VSE auf den Umweltschutz. Das nach EG-Richtlinie 1221/2009 (EMAS III) sowie ISO 14001 validierte und zertifizierte Kraftwerk entwickelt sein Umweltmanagementsystem im Jahr für Jahr kontinuierlich fort.

  • Stromerzeugung online

  • 1,6 Mrd. kWh Strom pro Jahr aus 900.000 t Kohle - zuverlässige Stromversorgung für fast eine halbe Million Haushalte bis zur Steckdose. Herzstück der großzügigen Anlagen an der BAB 620 bei Ensdorf und Herzstück der Stromerzeugung sind Kesselhaus und Maschinenhaus der Blöcke 1 und 3. Wie sich die erzeugten Mengen auf die beiden Blöcke 1 und 3 verteilen, stellt folgende Übersicht der aktuellen Netzeinspeiseleistung auf Basis der Online-Messdaten am jeweiligen Netzeinspeisepunkt dar.

    Die Tabelle enthält die aktuelle Netzeinspeiseleistung des Kraftwerks Ensdorf nach Block 1 und Block 3 sortiert. Es handelt sich um Online-Messdaten am jeweiligen Netzeinspeisepunkt.


    Mehrheitsgesellschafter der VSE AG ist die RWE AG. Weitere Informationen über RWE und ihre Kraftwerke blockscharf und in Echtzeit finden Sie auf www.rwetransparent.com

  • Powergeneration online

  • 1.6 billion kWh of electricity per year from 900,000 tons of coal - reliable power for nearly half a million households to the outlet. Heart of the spacious facilities next to Highway 620 near Ensdorf and heart of the electricity are boiler house and engine house of Units 1 and 3. The following overview provides the breakdown of the quantities produced in both blocks 1 and 3 and the current feed-in power based on of online data at each grid feed.

    The Table lists the actual amount of power input generated in the power plant Ensdorf sorted by unit 1 und unit 3. The listed data is measured at the grid supply point.


    RWE AG is the majority shareholder of VSE AG. Additional information concerning current dispatchability of RWE Power units is available here: www.rwetransparent.com

  • Kraftwerksausfall

  • Ex-Ante-Informationen zu längerfristig geplanten Maßnahmen finden Sie aktuell auf der EEX-Datentransparenzplattform oder unter Geplante Minderleistungen / planned power reductions.

  • Power unit failure and reduced output

  • Ex-Ante up-to-date information about planned measures can be taken from EEX-Datentransparenzplattform or under Geplante Minderleistungen / planned power reductions.

  • Umweltschutz hat im Kraftwerk Ensdorf eine lange Tradition

  • Schon bei der Inbetriebnahme des ersten Blocks 1963 wurden Emissionsminderungsmaßnahmen durchgeführt. So wurden die Rauchgase des Kraftwerks von Beginn an über Elektrofilter geleitet, um so 99% der Staubemissionen zurückzuhalten. Auch zur Lärmminderung wurden bereits vor der Inbetriebnahme Lärmschutzdämme errichtet und andere Maßnahmen getroffen, damit die gesetzlichen Anforderungen hinsichtlich Lärmschutz sicher eingehalten werden. Mitte der achtziger Jahre wurden aufgrund der Verschärfungen des Bundesimmissionsschutzgesetzes weitere Anlagen zur Rauchgasreinigung notwendig. Im ersten Schritt wurden 1988 die Rauchgasentschwefelungsanlagen (REA) für Block 1 und 3 in Betrieb genommen. Diese Anlagen arbeiten nach dem so genannten Sprühabsorptionsverfahren (SAV). Hierbei wird ein Kalkmilch-Wasser-Gemisch als Absorber im Rauchgas zerstäubt. Die bei der Verbrennung gebildeten Schwefelverbindungen werden zusammen mit Chlor- und Fluorverbindungen aus dem Rauchgas absorbiert und das eingebrachte Wasser durch die Restwärme des Rauchgases verdampft. Es fällt ein trockenes, staubförmiges Entschwefelungsprodukt an, das mittels Elektrofilter aus dem Rauchgas abgeschieden wird. Abwasser fällt bei diesem Prozess nicht an, wodurch sich diese Verfahren gegenüber dem überwiegend eingesetzten Verfahren der Rauchgaswäsche (Nass-REA)auszeichnet.

    Im 2. Schritt wurden Ende 1989 die Rauchgasentstickungsanlagen (DeNOx) in Betrieb genommen. Diese Anlagen arbeiten nach dem Verfahren der selektiven katalytischen Reduktion (SCNR). Hierbei wird gasförmiger Ammoniak im Rauchgasstrom mit den bei der Verbrennung entstandenen Stickoxiden vermischt und bei Temperaturen von rund 300°C katalytisch zu Stickstoff und Wasserdampf umgesetzt. Diese Produkte sind normale Bestandteile der Luft, so dass bei diesem Prozess kein Abfall entsteht.

    Das für diesen Prozess erforderliche Lager für flüssigen Ammoniak unterliegt den Vorschriften der Störfallverordnung. Die Anlage wird vom VSE-Betriebspersonal ständig überwacht und in regelmäßigen Abständen von einem unabhängigen Sachverständigen geprüft. Für Notfälle besteht ein Alarm- und Gefahrenabwehrplan, der mit den zuständigen Behörden abgestimmt ist. Zur Information der Öffentlichkeit im Gefahrfall hat die VSE eine Broschüre über die entsprechenden Verhaltensregeln erstellt.

    Reststoffverwertung

    Staub aus den Rauchgasen, Asche aus den Kesseln und Entschwefelungsprodukt aus der REA, das sind die Reststoffe, die in Ensdorf beim Kraftwerksbetrieb anfallen. Die Verwertungsquote liegt bei 100%. Staub aus den Rauchgasen- auch als Flugasche oder Flugstaub bezeichnet - ist ein zertifizierter Baustoff, der regelmäßigen Qualitätsüberwachungen unterliegt. Er wird als Bindemittel im Beton eingesetzt und kann bis zu einem gewissen Anteil Zement als Bindemittel ersetzen. Asche aus den Kesseln - auch als Schmelzkammergranulat bezeichnet - findet im Straßen- und Wegebau sowie als Drainagematerial vielfältige Anwendung. Entschwefelungsprodukt aus der REA findet als Verfüllmaterial in Rekultivierungsmaßnahmen, als Deponieabdichtmaterial und als Düngemittel Anwendung.

    Zertifiziertes Umweltmanagementsystem

    Das Kraftwerk Ensdorf verfügt über ein Umweltmanagementsystem, das nach ISO 14001 zertifiziert ist und das die Bedingungen der EG-Öko-Audit-Verordnung erfüllte. Das Kraftwerk ist unter der Registernummer DE-S-170-00044 in das EG-Standortregister eingetragen. Hiermit wurden die Umweltpolitik, die Umweltziele, das Umweltprogramm, das Umweltmanagementsystem, die Umweltprüfung, das Verfahren zur Umweltbetriebsprüfung und die Umwelterklärung 2000 des Standortes für gültig erklärt. Es wird dokumentiert, dass das Kraftwerk alle umweltrelevanten Vorschriften und Auflagen einhält. Ebenso hat sich das Kraftwerk Ensdorf verpflichtet, kontinuierlich seine Umweltauswirkungen zu vermindern. Dazu hat die VSE eine klar formulierte Umweltpolitik verbindlich eingeführt.

  • Ersatzbrennstoffe

  • Im Kraftwerk Ensdorf werden in den Blöcken 1 und 3 auf Grundlage einer erteilten Genehmigung nach Bundesimmissionsschutzgesetz Ersatzbrennstoffe thermisch verwertet (Mitverbrennung).

    Folgende Stoffe werden mitverbrannt:

    • Klärschlamm aus kommunalen Kläranlagen:
      Die Qualität des Klärschlamms wird regelmäßig überwacht und der Schadstoffgehalt muss die  Grenzwerte der Klärschlammverordnung unterschreiten.
    • Tiermehl aus Tierkörperbeseitigungsanlagen:
      Das Tiermehl ist gemäß den deutschen Vorschriften nachweisbar drucksterilisiert und frei von Krankheitserregern.
    • Substitutionsbrennstoffe:
      Ausgesuchte Stoffe werden in speziellen Aufbereitungsanlagen zu Brennstoffen verarbeitet. An deren Qualität werden exakte Anforderungen gestellt, um die behördlichen Anforderungen zur thermischen Verwertung einhalten und nachweisen zu können.
    • Naturbelassene Holzhackschnitzel:
      Der Schadstoffgehalt dieser Brennstoffe muss die Grenzwerte des Bundesimmissionsschutzgesetzes unterschreiten. Diese Anforderungen müssen durch entsprechende Untersuchungen überprüft und nachgewiesen werden.

    Die Verwertung dieser Stoffe erfolgt in den Feuerungsanlagen der Blöcke 1 und 3. Hierbei handelt es sich um so genannte Schmelzkammerkessel, in denen jeweils eine Verbrennungstemperatur größer 1.600°C herrscht. Bauartbedingt und damit unvermeidlich ist der Brennstoff hierbei mindestens 2 Sekunden lang Temperaturen größer 1.100°C ausgesetzt. Dies wurde nochmals von unabhängigen Gutachtern in Praxisversuchen nachgewiesen.

    Damit übertreffen wir die Anforderungen an normale Hausmüllverbrennungsanlagen und erfüllen sogar die höchsten Schutzanforderungen des Bundesimmissionsschutzgesetzes.

    Damit Herkunft und Qualität aller eingesetzten Ersatzbrennstoffe jederzeit nachweisbar sind, hat die VSE ein Dokumentationssystem eingeführt, womit die Stoffströme bis zum Abfallerzeuger nachverfolgbar sind. Die Betriebsleitung und das Betriebspersonal sind speziell geschult, damit die Abfallverwertung bei der VSE in kompetenten Händen liegt.

    Der gesamte Verwertungsablauf wird von einer unabhängigen Überwachungsorganisation kontrolliert. Um die Kompetenz auch nach außen zu dokumentieren, hat die VSE auch eine Zertifizierung als Entsorgungsfachbetrieb durchgeführt. Auf dieser Basis ist sichergestellt, dass die VSE für die Umwelt und ihre Nachbarn eine ordnungsgemäße thermische Verwertung aller im Kraftwerk Ensdorf eingesetzten Ersatzbrennstoffe durchführen kann.

    Sofern Sie Interesse an einer ordnungsgemäßen Verwertung Ihrer Ersatzbrennstoffe haben, wenden Sie sich bitte an das Kraftwerk Ensdorf, Dr. Klaus Blug, oder die Ansprechpartner bei der Beteiligungsgesellschaft VKN Saar Gesellschaft für die Verwertung von Kraftwerksnebenprodukten und Ersatzbrennstoffen mbH www.vkn-saar.de

  • So funktioniert ein Kohlekraftwerk

  • Kraftwerk Ensdorf - Wegweiser durch die Technik

    Sehen Sie auf der folgenden Seite, wie unser Kraftwerk funktioniert.

    Zum Wegweiser durch die Technik des Kraftwerk Ensdorf

Kontakt

Kraftwerk Ensdorf

Kurt-Kessler-Straße 1
66806 Ensdorf

Telefon: 06831 502-6202
Telefax: 06831 502-6300
kwensdorf@vse.de

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