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des

Bundesministeriums

für Wirtschaft und

Energie (BMWi) teilnimmt und repräsentiert

damit eine von fünfModellregionen inDeutsch-

land, in denen innovative Technologie für die

Energieversorgung der Zukunft entwickelt wer-

den soll. Mit Designetzwird die politische Vision

der Energiewende indie Praxis überführt unddie

VSE ist federführendmit dabei!Das ist eine große

Chance für unser Unternehmen. Wir gestalten

Zukunft; damit werden wir weiterhin unserer

Verantwortung als Treiber der Energiewende

gerecht, wir lernen für die Zukunft, schaffen

Innovation und werden dabei auch noch geför-

dert. Hiermit legen wir eine Grundlage für das

weitere erfolgreiche Handeln der VSE-Gruppe;

auch für die Zukunft.

Was erwarten Sie sich von Designetz?

Die Stromversorgung von morgen wird nicht

mehr so einfach funktionieren wie noch vor

wenigen Jahren. Die zahlreichen dezentralen

Erzeugungsanlagen, – seien es PV-Anlagen,

Windparks oder BHKWs –, müssen auch weiter-

hin in ein stabiles Versorgungsnetz eingebunden

werden. Und das ist nicht einfach, da die Sonne

nicht immer scheint und auch der Wind nicht

verlässlich weht. Erzeugung und Verbrauch in

einem sich ständig ändernden Gleichgewicht

zu halten und damit die Versorgungssicherheit

im Land zu gewährleisten, das ist eine der ganz

großen Herausforderungen der Zukunft. Wir

erwarten uns von Designetz als Ergebnis einen

Baukasten bzw. eine Blaupause zur Lösung der

Herausforderungen, die in Netzplanung und

-betrieb auf uns zukommen werden.

Was genau ist die Rolle der VSE?

Designetz ist ein Forschungsprojekt, das sich

über die drei Bundesländer Nordrhein-West-

falen, Rheinland-Pfalz und Saarland erstreckt.

Ein Projekt, in dem sich rund 50 renommierte

Unternehmen und Forschungseinrichtungen

zusammengeschlossen haben, aus dem Saar-

land u.a. die Hager Group, die Scheer GmbH,

dasDeutsche Forschungszentrumfür Künstliche

Intelligenz DFKI, die Saar-Uni, die htw und die

Stadtwerke Saarlouis GmbH. Und aus der VSE-

Gruppe sind die VSE AG, die VSE Verteilnetz,

die energis-Netzgesellschaft und die Voltaris

beteiligt.

Unsere erste Rolle ist die aktive Mitarbeit an

einem der spannendsten Forschungsprojekte

im Bereich der Energieversorgung. Unsere

zweite Rolle ist, dass wir den Konsortialführer

innogy im Saarland vertreten. Wir bündeln die

saarländischen Interessen und koordinieren die

Kommunikation und den Erfahrungsaustausch

und sind damit Ansprechpartner für viele Inte-

ressenten.

Welche Vorteile hat die VSE-Gruppe durch die

Mitarbeit an Designetz?

Innovation und Weiterentwicklung unserer

Fähigkeiten und Kenntnisse waren schon immer

ausschlaggebend für unseren Erfolg. In einer sich

immer schneller ändernden Welt, mit Energie-

wende, Dezentralisierung, Digitalisierung etc.

wird das immer notwendiger. Die Mitarbeit an

Designetz ermöglicht es uns, auch inZukunft ‚am

Puls der Zeit‘ zu sein. Daneben ergeben sich aus

der Teilnahme andiesenProjektenherausragende

Möglichkeiten für die Aus- und Weiterbildung

unserer Kollegen; einUnternehmen kann immer

nur so gut sein als das Wissen und den Erfah-

rungsschatz seiner Mitarbeiter.

Können sich aus der Forschungsarbeit neue

Geschäftsfelder für die VSE-Gruppe entwickeln?

Ich möchte das nicht ausschließen, kann jetzt

aber, wo wir mit Designetz noch nicht einmal

richtig angefangen haben, noch keine konkreten

Themen nennen. Aber das Zusammenspiel von

mehr oderweniger klassischer Energieversorgung

einerseits und die Möglichkeiten von Informa-

tions- und Kommunikationstechnik andererseits

ergibt Ansätze für neue Produkte und Dienst-

leistungen, die ggf. auch anderen Unternehmen

angeboten werden können.

ImJanuar 2017 kannDesignetz nach langer Vor­

arbeit endlich starten. Was bedeutet das ganz

konkret für die VSE-Gruppe, ihre Mitarbeiter

und das Saarland?

Das bedeutet für uns als VSE, ihreMitarbeiter und

auch für mich den Start von vier spannenden,

herausfordernden und anstrengenden Jahrenmit

hoffentlichvielenneuenEinblickenundErkennt-

nissen, aber sicherlich auch Enttäuschungen und

Irrwegen. Vor Letzterem ist mir nicht bange; auf

Irrwegen ist oft Großartiges entstanden, so hat

zumBeispiel Kolumbus Amerika entdeckt. Für das

Saarlandwird sichwieder einmal zeigen, dassGro-

ßes imKleinenentsteht;Wirtschaft,Wissenschaft

und Forschung in diesemkleinen Land haben ein

gewaltiges Potenzial, aus dem imZusammenspiel

aller Kräfte wirklich Großes entstehen kann.