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treffen, jeder von uns hat

dann die bestmögliche

Hilfe verdient“, sagt die

kaufmännische Angestell-

te. „Die Welt lebt von

Menschen, die mehr tun

als ihre Pflicht – das ist

mein Motto.“

Mir ist klar, diese Frau will

ich nach der Verleihung

treffen! Mit Elisabeth Lanz

gehe ich zu ihr und ihrer

Familie, wir malen uns in

Gedanken aus, wie schön

es wäre, das Therapie-Rei-

ten in eine Folge der „Tier-

ärztin Dr. Mertens“ einzu-

bauen. Wir unterhalten

uns herzlich, und tauschen

sofort Adressen aus, haben

seitdem regelmäßigen

Kontakt.

„Sieben Reittherapeuten, eine Physiotherapeu-

tin, eine Psychologin und rund 20 Ehrenamtler

kümmern sich umbisher 80Menschen“, erzählt

Petra Jenal. Sechs Pferde haben sie gekauft und

selbst ausgebildet. Und so lange Spenden gesam-

melt, bis sie sogar eine eigene Reithalle in Alt-

forweiler bauen konnten.

Ich erzähle ihr, dass ich auch für die VSE-

Gruppe tätig bin. „Die VSE-Stiftung hat mich

vor drei Jahren unterstützt. Darüber habe ich

mich sehr gefreut“, sagt die engagierte Frau.

5000 Euro hat die VSE-Stiftung zum Bau der

neuen Reithalle dazugegeben. Es ist ein langer

und aufregender Abend, der bis zum Morgen

dauert.

Die Idee der Zeitschrift „Bild der Frau“ ist mär-

chenhaft: Sechs Frauen aus dem Alltag, die et-

was tun, was die Welt besser macht, werden

geehrt. Und geladene Prominente aus Politik,

Kultur, Wirtschaft, Film- und Fernsehen spen-

den ihnen Beifall. So bekommen die Heldinnen

des Alltags eine Plattform, um ihr Hilfsprojekt

einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen und

dadurch noch mehr Power und Unterstützung

zu erhalten. Petra Jenal ist eine von ihnen! Kein

Märchen, sondern wunderbare Realität.

Wer den Verein „Ehrensache e. V.“ unterstüt-

zen möchte, kann dies unter folgenden Bank-

daten tun: Kreissparkasse Saarlouis,

iban: DE48593501100370006439,

BIC: KRSADE55XXX [Monika Liegmann]

großer warmherziger

Ausstrahlung. Als ein

Film über sie läuft,

bin ich wie vomDon-

ner gerührt, ich ver-

nehme plötzlich in

Hamburg saarländi-

sche Töne. „Das gibt’s

doch nicht, die Preis-

trägerin muss aus

dem Saarland sein“,

denke ich. Es stimmt

– Ensdorf. Ich schaue

Elisabeth Lanz und

Dieter Wedel an und

flüstere, „Ich wohne

nicht weit von ihr. Sie

kommt aus meiner

Heimat!“ Ich freue

mich doppelt. Und

gleich erfährt das

Publikum, warumdie Schauspielerin Christine

Neubauer neben Petra Jenal sitzt, sie agiert als

Promi-Patin für die saarländische Preisträgerin.

Petra Jenal ermöglicht Behinderten eine Reit-

Therapie. Auf dem Rücken der Pferde stärken

sich Muskeln, lösen sich Spastiken, wächst der

Lebensmut: Mit ihrem Verein „Ehrensache

e. V.“ hilft die Saarländerin Menschen mit

Handikap. Die Krankenkassen zahlen keinen

Cent dazu.

Auf der Bühne spielt sich eine Szene ab, die an

Herz und Emotion nicht zu überbieten ist. Ha-

rald Jenal, von Beruf Polizeibeamter, überreicht

seiner Frau Petra die „Goldene Bild der Frau“

und macht ihr dabei eine bewegende Liebeser-

klärung. Er erkrankte vor zwei Jahren an Krebs

– aber beiden ist klar: Der Verein Ehrensache

wird trotzdem weitergeführt. Jeder im Saal

spürt die Liebe und den Respekt, die die beiden

füreinander haben. Die Tränen fließen … egal

ob Promi oder nicht.

Doch das ist noch nicht alles: Petra Jenal ge-

winnt denmit 30.000 Euro dotierten Leserpreis.

Und am Ende ist wieder Wigald Boning zu se-

hen, er sitzt in der Reithalle in Altforweiler auf

einemwunderschönen Pferd namens Carisma.

Und er sagt: „Das ist jetzt Petras neues Thera-

piepferd!“

Petra Jenal gründete 2010 den Verein „Ehren-

sache e. V.“, macht seitdem Reit-Therapien für

kranke und behinderte Kinder möglich. „Jeden

von uns kann morgen ein Schicksalsschlag

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