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it-gipfel

Vom Aufstieg eines

kleinen Landes –

ein gewagter Blick

in die Zukunft

Saarland

energetisch digital

S

aarbrücken, im Dezember 2036. Fast die

Hälfte der Autos im Saarland fährt elek­

trisch. Auf eigens eingerichteten Fahrbahnen

ist jedes 5. Fahrzeug inzwischen autonom und

selbständig fahrend unterwegs, fährt sicher

zum Zielort und findet wie von Geisterhand

gesteuert einen Parkplatz.

Das Auftanken an der Solartankstelle ist Rou-

tine. Strom stammt im Saarland mittlerweile

zu über 30 Prozent aus Sonne, Wind & Co.

Dezentrale Mini-Kraftwärmeanlagen in Indus-

triegebäuden, aber auch in über zehn Prozent

der Haushalte sorgen für Wärme, speisen

überschüssigen Strom ins Netz, der auf einem

virtuellenMarktplatz von den Energiehändlern

dorthin verkauft wird, wo er gerade benötigt

wird. Oder er dient einfach zur Umwandlung in

Wärme. AlleGebäude inklusive Privathaushalte

verfügen über intelligente Stromzähler, mit de-

nen sich der Verbrauch jederzeit kontrollieren

lässt. Neubauten verfügen inzwischen alle über

Strom- und Wärmespeicher. Energieeffiziente

Technikanwendungen im Haus sind längst ge­

lebter Alltag.

Die Energieversorgung hat sich grundlegend

verändert: Sie ist smarter, intelligenter, nach-

haltiger und dezentraler geworden, sprich

Kunden wurden zu Verbrauchern, Brokern und

Erzeugern.

Richtungweisender IT-Gipfel 2016

Was 2036 längst Realität ist, klingt 20 Jahre zu-

vor nochnachZukunftsmusik. MitteNovember

2016 gaben sichSpitzenpolitiker, namhafteWis-

senschaftler und die Großen der IT-Branche auf

dem IT-Gipfel in Saarbrücken die Klinke in die

Hand, diskutierten über Chancen und Risiken

der Digitalisierung für Wirtschaft, Politik und

Gesellschaft und stellten der Öffentlichkeit die

ersten vielversprechenden digitalen Projekte

vor. So auch in der Energieversorgung. Das

Forschungsprojekt PolyEnergyNet mit wis-

senschaftlicher Beteiligung von DFKI, Scheer