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In welchen wirtschaftlichen Bereichen sehen

Sie Wachstumspotential?

In der Landeshauptstadt sind derzeit mehr als

16.000 Unternehmen aktiv. Neben einem für

eine Landeshauptstadt eher untypischen starken

industriellen Kern gibt es einen breit gefächer-

tenHandwerks-, Handels- undDienstleistungs-

bereich, der enormes Wachstumspotenzial

bietet. Insbesondere der Dienstleistungssektor

dürfte zukünftig noch anBedeutung gewinnen,

weshalb ichhier starkeWachstumsimpulse sehe.

Großes Potenzial sehe ich bei den Start-ups.Wir

müssen es schaffen, die jungen und kreativen

Köpfe zu halten und deren enormes Potenzial

für unsere Stadt zu nutzen.

Zudem zeigen uns die stetig steigenden Gäste-

und Übernachtungszahlen, dass Saarbrücken

sich als touristische Destination etabliert hat.

Zur Frage der Attraktivitätssteigerungmerke ich

folgendes an: In der Landeshauptstadt werden

mehr als 30 Prozent derWirtschaftsleistung des

gesamten Saarlandes erbracht. Diesen Spitzen-

platz gilt es zu halten und zu verbessern.

Auf welchen Gebieten arbeiten Sie mit Unter­

nehmen aus der VSE-Gruppe zusammen?

Die vier Netzgesellschaften Stadtwerke Saarbrü-

cken Netz AG, Creos Deutschland GmbH, VSE

Verteilnetz GmbHund energis-Netzgesellschaft

mbH haben sich 2009 unter Beteiligung der

Arbeitnehmervertretungen zu der sogenannten

„Saarländischen Kooperation“ zusammenge-

schlossen. Ziel ist es, Zukunft zu schaffen und

effizient und wirtschaftlich zu arbeiten.

Aus den ehemaligen Projektgruppenhaben sich

inzwischen erfolgreiche Kooperationsfelder ent-

wickelt. Die größten Synergien versprach dabei

die Zusammenlegung der Netzleitwarten der

Unternehmen zu einer zentralen Netzleitstelle

mit Standort Saarbrücken. Die Versorgung von

rund 680.000 Kunden wird seit 2011 von der

gemeinsamen Leitstelle rund um die Uhr an

365 Tagen im Jahr gemanagt. Weitere Felder

der Zusammenarbeit im Rahmen der Saarlän-

dischen Kooperation sind die gemeinsame

Kfz-Werkstatt und Fuhrparkverwaltung, das

Regulierungsmanagement, das Vorhalten von

Managementsystemen und Beauftragtenwesen

für die Bereiche Umwelt, Arbeitssicherheit,

Abfall und Gewässerschutz sowie Planung, Bau

undBetrieb technischer Anlagen. Hinzu kommt

das Störfall- und Vermittlungsteam, das bereits

seit geraumer Zeit seine Dienstleistungen rund

um die Uhr an 365 Tagen anbietet.

Zwischen VSE, Stadtwerke Saarbrücken Netz

und Siemens existiert zudemeine Ausbildungs-

kooperation. DieVSEAG stellt indieser Koopera-

tion ihrmodernes Aus- undWeiterbildungszen-

trum in Ensdorf zur Verfügung. Dort findet die

Ausbildung der Elektroniker für Betriebstechnik

im1. Lehrjahr statt. Die Saarbrücker Stadtwerke

Netz AGbringt ihre Ausbildungswerkstatt in der

Hohenzollernstraße mit ein. Dort wird unter

EinbezugmodernsterMediendie Elektronikaus-

bildung vertieft, zudem erfolgt hier auch die

Ausbildung im IT-Bereich.

Wie bewerten Sie die Erfolge und die Zusam­

menarbeit der saarländischen Kooperation?

Wir haben die Zeichen der Zeit erkannt. Die

Zusammenarbeit mit der VSE Gruppe ist ins­

besondere aus Sicht der sogenannten saar-

ländischen Kooperation ein Erfolgsmodell.

Diese Kooperation ist aus der saarländischen

Energielandschaft nichtmehrwegzudenken. Sie

bündelt Know-how und bringt wirtschaftliche

Vorteile. Eine solche Kooperation ist bislang

bundesweit einmalig. Und auch auf demGebiet

der Ausbildung ist die Zusammenarbeit für alle

Beteiligten nützlich.

[md]

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Visualisierung Rathausplatz

Visualisierung Betzenstraße

Foto: Wolfgang Staudt