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Durch seine vielseitigen Einsatzgebiete erhielt

Leber im Zuge seiner Arbeitsjahre sehr viel

Einblick in die Bereiche des Kraftwerks, was für

seine „letzte“ Arbeitsstation im Kraftwerk sehr

hilfreich war: Er wurde Leitstandfahrer. Es war

eine Arbeit, die sowohl viel Know-how und Fin-

gerspitzengefühl aber auch Achtsamkeit erfor-

derte. Besonders die Vielseitigkeit der Arbeiten

und die Technik im Kraftwerk faszinierten ihn.

Ein weiterer Aufgabenbereich im Labor war die

Beobachtung des Wetters, inklusive der Doku-

mentation. Zunächst war das Ganze für ihn wie

ein Rätsel, doch allmählich begann er, sich auch

im privaten Bereich mit dem Thema Wetter

auseinanderzusetzen. Er investierte in eine

Wetterstation, die auch heute noch an seinem

Haus ihren Dienst verrichtet. Als er sich mit

dieser interessanten Materie immer mehr aus-

einandersetzte, las er eine Annonce von SR3, auf

die er sich direkt bewarb. Damals suchte SR3

„Wetterfrösche“ für’s ganze Saarland, die das

Wetter hobbymäßigmessen und dokumentieren

sollten. Und so wurde er SR3-Wetterfrosch,

dokumentiert bis heute in regelmäßigen Abstän-

den imRadio dasWetter ausWallerfangen „live“.

Um 6.10 Uhr in der Früh wird zum ersten Mal

über das Wetter berichtet. Das heißt 2 bis 3 Mal

im Monat den Wecker stellen und am Telefon

berichten. Die rund 15 SR3-Wetterfrösche im

Saarland haben einen abgestimmten Monats-

plan.

Was ebenfalls vom Beruf zum Hobby wurde, ist

das Überwachen des privaten Anwesens mit

Kameras. ImKraftwerk wurde nämlich auch die

Kameraüberwachung über die Leitwarte gesteu-

ert und war auf Monitoren allzeit abrufbar, was

der technikverliebte Leber im Zuge seiner Pen­

sion vermisste. Daraufhin unterhielt er sich mit

Fachleuten über das Installieren von Kameras.

Diese sagten ihm jedoch immer wieder, dass die

Installation von Überwachungskameras mit zu

hohen Kosten verbunden wäre. Also tüftelte er

so lange, bis er sich schließlich seine eigene

Überwachungsanlage bauen und installieren

konnte.

Als Alois Leber 2009 in Rente kam, fiel es ihm

anfangs schwer zu Hause zu bleiben, denn es

fehlte ihm der Umgang mit „seiner“ Technik.

Aber das hat er ja mittlerweile gut kompensiert.

Er betont: „Ich werde die Zeit stets in guter Er-

innerung behalten. Die VSE war damals schon

ein familiärer Arbeitgeber, in dem ichmich stets

wohl fühlte.“

Auch heute noch fühlt er sich mit den Mitarbei-

tern und Kollegen des Kraftwerks verbunden,

insbesondere auf Grund der schwierigen Situa-

tion im Kraftwerk. Und so hofft er, dass es mit

dem Kraftwerk immer weitergehen wird.

Mittlerweile ist er aber gerne imRuhestand, jetzt

kann er sich seinen Hobbys, demFahrradfahren

und Laufen, aber ganz besonders seinen Enke-

linnen widmen.

[ch/sa]

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