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>Weitere Infos:

berg-dr-andreas@vse.de

Neuerungen, die in immer kürzeren Abständen

auf den Markt kommen und die Kommunikation

rasant verändern, sowohl zu unseren Kunden als

auch zu denMitarbeitern. Als Stichwort nenne ich

diemobile Kommunikation. Auf der anderen Sei-

te ist der kulturelle Wandel in der Arbeitswelt.

Gewohnte Arbeitsprozessemüssen sich vielleicht

ändern, da sie nicht mehr effizient genug sind.

Oder die Arbeitsweise muss neu überdacht wer-

den, da sie die Vorteile neuer Technologien nicht

ausreichend ausschöpft. Das wird die Unterneh-

menskultur stark beeinflussen. Dafür wollen wir

den Mitarbeitern unsere Hilfe, unseren Service

anbieten durch Entwicklung und Umsetzung der

Digitalstrategie. Das ist dabei allerdings keine

Maßnahme, die einmal entwickelt und umgesetzt

wird, sondern ein langfristiger, kontinuierlicher

Prozess.

Veränderungen sind ein Dauerprozess in der

Gruppe. Was hat die Digitalisierung bis heute

schon bewirkt?

Veränderungen hat es immer gegeben. Nur die

zeitlichen Abstände zwischen Neuerungen und

Altbewährtem werden immer kürzer. Kaum hat

man sich an etwas gewöhnt, kommt etwasNeues.

Hinzu kommen die steigenden Anforderungen der

Kunden. Der Wechsel des Energielieferanten

beispielsweise wird aus Kundensicht immer ein-

facher. Den Kunden interessiert ja nicht, wie der

Prozess in den betroffenen Unternehmen organi-

siert wird. Diese Entwicklungen stellen die Ener-

giewirtschaft IT-technisch gesehen vor große

Herausforderungen. Der Kunde möchte einen

wettbewerbsfähigen Preis und guten und beque-

men Service. Bekommt er das nicht, wechselt er.

Die VSE-Gruppe ist bereits heute vielfältig auf dem

Gebiet der Digitalisierung unterwegs. VSENET ist

beispielsweiseDienstleister für digitale Infrastruk-

tur, baut Glasfasernetze im Saarland auf, bietet

Cloud Services und Rechenzentrumsdienstleis-

tungen, ist selbst ein digitaler Treiber. energis

bietet einen Whats-App-Kanal zur Kundenkom-

munikation, startet eine eigene WATTS-App zur

Kundenbindung. Die VSE ist Partner beim zu-

kunftsorientiertenDesignetz, einemForschungs-

projekt für künftige Smart-Grid-Anwendungen,

ebenfalls Infrastruktur, die durch den Einsatz von

Digitaltechnik der Automatisierung unserer Net-

ze dient. Auch bereiten wir uns in der VSE-Grup-

pe auf den Smart-Meter-Rollout vor. Daneben

wurden zahlreiche bereits laufende IT- und Digi-

talisierungsprojekte von den Mitarbeitern in die

neue Abteilung mitgebracht und werden dort weiterge-

führt.

Das sind Beispiele für die digitale Außenwahrneh-

mung der VSE-Gruppe. Wie sieht es intern aus?

Wirmüssen uns Prozesse und Strukturen anschauen und

die eingesetzte ITweiterentwickeln. Letztendlich geht es

uns darum, die Vorteile digitaler Techniken zu nutzen und

am Ende des Tages besser und effizienter zu werden bei

gleichzeitiger Komforterhöhung für dieMitarbeiterinnen

und Mitarbeiter. Das muss kein Widerspruch sein. Wir

habenWLAN in der VSE eingeführt. Wir sind dabei, Stan-

dards bei der IKT-Hardware konsequent durchzusetzen,

im ersten Schritt bei der mobilen Kommunikation wie

Smartphones und Tablets. Hier müssen wir eben auch

für ausnahmslos alleMitarbeiter verbindliche Richtlinien

ohne Wenn und Aber erarbeiten. So erstellen wir zurzeit

ein Druckerkonzept. Muss jeder Mitarbeiter dezentral an

einenDrucker angebunden sein?Wer braucht ein Smart-

phone mit welcher Software? Können wir künftig nicht

besser über Lync oder Voice over IP telefonieren? Es gibt

Mitarbeiter, die haben privat die neueste Hardware, im

Unternehmen aber nicht. Wie gehen wir damit um? Die

digitale Zukunft ist ein spannendes Thema.

Wo liegen die größten Chancen der Digitalisierung

für die VSE-Gruppe?

Die Digitalisierung wird sicherlich etablierte Geschäfts-

modelle insWanken bringen. Aber die Chancen überwie-

gen. Wir können dank digitaler Möglichkeiten mit unse-

ren Kunden ganz anders interagieren, sie mitnehmen,

konkret auf ihre Bedürfnisse maßgeschneiderte Ange-

bote formulieren. Warum sollten wir in einer vernetzten

Welt nicht mit Unternehmen kooperieren und Innovatio-

nen vorantreiben, die auf den ersten Blick für die Ener-

giewirtschaft untypisch sind? Die VSE hat sich nicht

umsonst die Zusammenarbeit mit der SHS Stahl Holding

auf die Fahnen geschrieben, um gemeinsam neue inno-

vative, auchdigitaleGeschäftsfelder amStandort Saarland

zu identifizieren. Auch das Projekt Bonanza zur Unter-

stützung des Pioniergeistes innovativerMitarbeiter gehört

dazu. Letztendlich will sich die VSE-Gruppe auch als

attraktiver Arbeitgeber in der Region positionieren. Und

last but not least steht da nach wie vor eine der größten

gesellschaftlichen Herausforderungen Deutschlands:

die Energiewende. Mit digitalen Ideen und Lösungen

können wir mit der VSE-Gruppe unseren Beitrag zum

Gelingen der Energiewende leisten. Undwir sehen ja zum

Beispiel bei der Energiedisposition der VSE, wie ganz

neue erfolgreiche Geschäftsmodelle entstehen können.

Die Digitalisierung ist für die VSE-Gruppe eine große

Chance. Daran arbeiten wir.

[nea]