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wie Foto- oder Bilderkärtchen unterstützt eben-

falls den Spracherwerb und regt die Kinder zum

Sprechen an. Diese Kärtchen setzen die Mutter-

sprachler zum Beispiel im Morgenkreis oder

beim Singen ein.

Neben dem sprachlichen Kontakt stellen die

pädagogischen Fachkräfte eine anregende Lern­

umgebung bereit, in der jedes Kind seine

Sprachfähigkeit individuell weiterentwickeln

kann. Spielerisch und ohne Berührungsängste

erfahren und erleben die Kinder im Kita-Alltag

andere Herkunftssprachen sowie deren Kultu-

ren und Rituale. Im täglichen Miteinander, in

situationsorientierten Projekten, in Bilderbü-

chern, im Morgenkreis und im Rollenspiel „er-

forschen“ sie die Vielschichtigkeit anderer

Sprachen.

Multikulti von Kindesbeinen an

Da wie in der Welt der Erwachsenen auch in den

Kitas täglich viele unterschiedliche Sprachen

und Kulturen aufeinandertreffen, ist es wichtig,

diese Vielfalt auch zu thematisieren.

„Unser Ziel ist es, den Kindern von Anfang an zu

vermitteln, dass Menschen unterschiedliche

Sprachen sprechen und sich um gegenseitiges

Verstehen bemühen“, sagen Lisa Baranyai und

Mirjam Comtesse-Fröhlich, Leitungsteam der

Kita „Unikate“. Beide Impuls-Kitas freuen sich

sehr über die Auszeichnung und wollen die er-

folgreiche Kooperation mit dem Partnerland

auch weiterhin fortführen.

[md]

lung. „Da wir in ’Meine Villa’ das gewünschte

Konzept ebenfalls leben und umsetzen, war es

für uns wichtig und selbstverständlich, uns bei

dem Programm der Elysée-Kitas zu bewerben

und diese Auszeichnung zu erhalten“, sagt Ul-

rike Schnell, Leiterin der Kita.

Spielerisch Sprachen erlernen

Die Vermittlung der französischen Sprache

verläuft in beiden Impuls-Kitas ähnlich und ist

wesentlicher Bestandteil der pädagogischen

Konzeption. Sowohl die „Unikate“ als auch

„Meine Villa“ arbeiten nach dem Prinzip des

„Sprachbades“. Muttersprachler kommen in je-

der Gruppe fest zum Einsatz und ermöglichen

den Kindern einen vielfältigen sprachlichen

Kontakt. Eine der vier Gruppen der Kita „Meine

Villa“ bekommt als Zweitsprache Englisch an-

geboten, jedoch kommen auch diese Kinder bei

regelmäßig stattfindenden gruppenübergreifen-

den Projekten sowie in den Randzeiten in den

französischen Sprachgenuss.

Die französischsprachigen pädagogischen Fach­

kräfte verhalten sich sprachanregend, was be-

deutet, dass das eigene Handeln sprachlich

immer begleitet wird. Wichtige Situationen sind

hier beispielsweise das Ankommen und Begrü-

ßen, Frühstück, Händewaschen, Mittagessen

und Wickeln. Wichtig ist dabei außerdem, dass

sie beimSprechenmit den Kindern Blickkontakt

halten, Gestik und Mimik einsetzen und auch

aktiv zuhören. Das Arbeitenmit visuellenMitteln

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