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vse-gruppe

Der Treppensturz

Fakt ist: Denzer und L’huillier eilten die Treppe

runter, weil wie fast immer etwas zu spät und

engagiert diskutierend. L’huillier auf der linken

Seite, am Handlauf, Denzer rechts an der Wand

entlang, ohne Handlauf. Und damit nähern wir

uns dem Problem.

L’huillier nahm die Dame (also Denzer) an die

ehrende rechte Seite, so steht‘s bei Knigge: „Die

Begründung, dass dafür die links getragene

Waffe ursächlich ist, scheint einleuchtend. Dar-

über hinaus gilt die rechte Seite generell als der

Ehrenplatz, und es wird dem Herrn mit seiner

rechtenHand aucheher gelingen, dieDame etwa

vor dem Stolpern o. ä. zu bewahren.“

Aber, gilt das auch für Treppen?Müsste der Herr

treppauf nicht hinter der Dame gehen, um sie

beim Straucheln aufzufangen? Und treppab vor

ihr aus gleichemGrunde?Grundsätzlich ja, aber:

arbeitssicherheit

E

igentlich hatten wir alles richtig gemacht.

Marie-Elisabeth Denzer und Michael

L’huillier mussten zu einer Besprechung ins

Erdgeschoss der VSE-Hauptverwaltung in

Saarbrücken. Vom 4. Stock ins Erdgeschoss …

da kann man natürlich den sicheren Fahrstuhl

nehmen. Nur, wie uncool ist das denn. Macht

Flurkollege Schmitt doch tagtäglich beschä-

mend vor, wie man die vier Etagen auch locker

zu Fuß nehmen kann, wohlgemerkt rauf wie

runter. Nun, so heroisch und durchtrainiert sind

Denzer und L’huillier noch nicht, aber vier Eta-

gen Treppe runter, das ist das mindeste, steht

doch zudem am Aufzug das mahnende Schild:

„Fit bleiben –Treppe steigen“.

So weit so gut. Warum Frau Denzer dann aber

in Höhe des zweiten Stocks ins Schleudern kam,

lässt sich nicht mehr rekonstruieren.

Oder: Warum man

besser den Handlauf

benutzt ...