Previous Page  21 / 56 Next Page
Information
Show Menu
Previous Page 21 / 56 Next Page
Page Background

Auf welchen Gebieten arbeiten Sie mit Unter-

nehmen aus der VSE-Gruppe zusammen?

Insbesondere die energis ist unser verlässlicher

Partner für die Lieferung von Strom und Gas,

sowie von Licht für die Straßenbeleuchtung. VSE

Net hat den GemeindebezirkWalhausen an das

Breitbandnetz angeschlossen. Dort betreibt die

VSE ein Umspannwerk. Wir arbeiten auch im

Energieeffizienz-Netzwerk St. Wendeler Land

zusammen, einem innovativen und spannenden

Zukunftsprojekt. Besonders intensiv war die Zu-

sammenarbeit mit der VSE in den vergangenen

zwei Jahren bei der Realisierung desWindparks

Nohfelden-Eisen. Durch die Beteiligung der

Gemeinde an der Betriebsgesellschaft werden

wir dauerhaft Partner bleiben.

Wie ist das Windparkprojekt in Eisen aus Ihrer

Sicht verlaufen?

Gemeinde, Energie-Projektgesellschaft St.Wen-

deler Land (EPG) und VSE AG haben von Beginn

des gemeinsamen Projektes an einem Strang

gezogen. Die Kompetenz und das Engagement

der VSE-Mitarbeiter haben die Zusammenarbeit

sehr angenehm und den Projektverlauf sehr

zielorientiert gestaltet. Vor allem die intensive

Einbeziehung der Öffentlichkeit und der politi-

schen Gremien sowie stete Transparenz haben

dafür gesorgt, dass es keinerlei öffentliche Kritik

gegeben hat. Trotz unvorhersehbarer Probleme

konnten Kosten- und Terminplanung eingehal-

tenwerden. Umes kurz zumachen: besser hätte

es aus meiner Sicht im konkreten Projekt nicht

laufen können.

Warum die Entscheidung pro VSE AG?

Wir wollten einen Partner, der uns bekannt ist

und bei dem wir Erfahrung mit der Zusammen-

arbeit durch andere Projekte haben. Es war uns

auch wichtig, dass es ein regionales Unterneh-

men ist. Das bietet zum einen die Gewähr, dass

man auch nach Projektabschluss noch in der

Region präsent bleibt und zum anderen, dass

viele Aufträge vor Ort bleiben und damit eine

große regionale Wertschöpfung generiert wird.

Ein wesentlicher Punkt war auch, dass für die

VSE vonAnfang an fest stand: das Engagement in

der Betriebsgesellschaft ist auf Dauer angelegt.

Was ist bislang in Nohfelden im Bereich der

erneuerbaren Energien zugebaut worden und

was ist in Zukunft geplant?

Das Wachstumspotential im Bereich der er-

neuerbaren Energien war in den vergangenen

Jahren sehr hoch. Wir haben mit unserem

Engagement in Sachen Freiflächenphotovoltaik

und der Gründung der Stiftung „Sonne für Noh-

felden“ den richtigen Zeitpunkt getroffen. Die

gemeindeeigene Stiftung betreibt zwei Anlagen

mit insgesamt 3,2MW. Hinzu kommt eine private

Anlage mit 2,3 MW. Aus der Verpachtung von

Dachflächen kommunaler Gebäude resultiert

eine Leistung von 0,5 MW. Bei der Windenergie

sind die Ausbaumöglichkeiten auf der Grundla-

ge des Flächennutzungsplanes der Gemeinde

noch nicht erschöpft. Zurzeit sind 16 Anlagen

am Netz bzw. im Bau. Es könnten noch bis zu 6

Anlagen hinzukommen. In Neunkirchen/Nahe

läuft derzeit das Projekt „Bioenergiedorf“. Ziel

ist der Aufbau eines Nahwärmenetzes. Im Rah-

men einer Machbarkeitsstudie wird derzeit die

Wirtschaftlichkeit geprüft.

[md]

21