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In Wolfersweiler wollen wir ein neues Gewer-

begebiet erschließen. Der bereits bestehende

Bebauungsplan wird derzeit überarbeitet. Ein

wichtiges Infrastrukturthema ist die Breitband-

versorgung. Als ländliche Gemeinde haben

wir schon sehr früh eine flächendeckende

Versorgung mittels Glasfaser von bis zu 16 Mbit

erreicht. Wir gehen davon aus, dass sich der

marktgetriebene Ausbau Richtung 50 und 100

Mbit weiter fortsetzt. In den wenigen Fällen,

wo das nicht der Fall ist, werden wir dieses Ziel

über das aktuelle Förderprogramm von Bund

und Land bis Ende 2018 erreichen.

In welchen wirtschaftlichen Bereichen sehen

sie besonderes Wachstumspotential?

Es freut mich, dass einige größere Indust-

rieunternehmen, die in unserer Gemeinde

produzieren, das Wachstum der vergangenen

Jahre weiter fortsetzen können. Großes Wachs-

tumspotential hat weiterhin der Tourismus.

Insbesondere die Ansiedlung des „Center

Parcs Park Bostalsee“ war ein Leitprojekt, das

seit dem Bau des Bostalsees nun den zweiten

„Schub“ gebracht hat. Viele private Hotel- und

Gastronomiebetriebe haben in den letzten Jah-

ren erheblich investiert und den Übergang zur

nächsten Generation vollzogen. Es sind auch

neueBetriebe amEntstehen, die das bestehende

Angebot weiter ergänzen. Insbesondere das im

Baubefindliche 4-Sterne-Hotelmit 100Zimmern

in Gonnesweiler wird neue touristische Gäste

für die Region gewinnen. Auch die beabsichtigte

Erweiterung des Golfplatzes in Eisen von 9 auf

27 Loch, zeigt das Wachstumspotential, das der

Tourismus für die Gemeinde hat.

Das Leben in Nohfelden ist so lebenswert,

weil...?

...die Dörfer in unserer Gemeinde in eine herrli-

cheMittelgebirgslandschaft eingebettet sind, es

viele Freizeitmöglichkeiten gibt, der Tourismus

derzeit eine große Entwicklungsdynamik bringt,

die Verkehrsanbindung über Schiene und Straße

hervorragend ist undweil das Vereinsleben noch

funktioniert, so dass jeder die Möglichkeit hat,

seinen InteressengemäßGemeinschaft zu leben.

Was sehen die mittelfristigen wirtschaftlichen

und infrastrukturellen Planungen in punkto

Attraktivitätssteigerung der Gemeinde vor?

Was die wirtschaftlichen Planungen betrifft, hat

die Sanierung der Gemeindefinanzen oberste

Priorität. Das hat natürlich Auswirkungen auf

die Infrastrukturplanung. Wir setzen dort an,

wo auch wieder Einnahmen generiert werden

können: im Bereich Tourismus und beim Ge-

werbe. So ist die touristische Inwertsetzung des

Umfeldes der Nahequelle in Selbach geplant,

was Naherholungssuchende und touristischen

Gästen einen noch attraktiveren Aufenthalt dort

ermöglichen soll. Auch die Umgestaltung der

ehemaligen Bahntrasse von Türkismühle bis

Nonnweiler in einen Rad- und Wanderweg ist

in Planung. Sie soll nicht zuletzt den Bostalsee

mit dem neuen Eingangstor des Nationalparks

Hunsrück-Hochwald im Keltendorf bei Otzen-

hausen verbinden. Nohfelden hat die höchste

Zahl an Übernachtungen aller 52 Städte und

Gemeinden des Saarlandes. Damit das weiter

so bleibt, dürfen wir mit unserer touristischen

Infrastruktur nicht stehen bleiben, sondern

müssen uns stetig weiterentwickeln.

Interview mit

Andreas Veit,

Bürgermeister der

Gemeinde Nohfelden

kommunal

portrait