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dieser OptionenmeinWunschunternehmenwar.

Insofernwar ich privilegiert,meinUnternehmen

selbst aussuchen zu können. Ob dies immer so

funktioniert, kann ich aber nicht sagen.

Nun sind Sie schon seit einem halben Jahr in

Saarbrücken, was genau ist Ihr Job hier?

Ich unterstütze in der VSE AG die Unterneh­

mensentwicklung und habe dort viele aktuelle

Themenbereiche, dazu zählen die gemeinsame

Projektleitungmit Alexander Schalk imProjekt

Designetz und die Bewertung junger Start-Up-

Unternehmen für relevante Kooperationenmit

der VSE. In beratender Funktion unterstütze

ich die Netzgesellschaften der VSE-Gruppe

bei strukturellen Veränderungen. Ich beteilige

mich im Ideenmanagement bei der Bewertung

und Förderung von Ideenmit Ergebnispotential

und unterstütze ebenfalls beratend denBereich

der Arbeitssicherheit. Sie sehen, das sind viele

verschiedene Themen und genau dasmacht es

fürmich so interessant. EinigeThemenkenne ich

aus meiner Tätigkeit bei der Westnetz, andere

sind für mich völlig neu. Hier bin ich auf die

Unterstützung der Kollegen angewiesen, die

bislang noch nicht müdewerden, meine Fragen

zu beantworten.

Haben Sie sich gut im Saarland eingelebt?

JawissenSie, ich binRheinländer und fühlemich

daher der saarländischen Mentalität in Teilen

verbunden. DieKolleginnen undKollegen begeg­

nenmir freundlich und unterstützend, natürlich

auch mit einer gesunden Portion Neugier, die

ich auch gerne bediene und darüber lerne ich

dann – neben den hiesigenArbeitsweisen – auch

die saarländische Lebensart besser kennen.

Das hiesige Lebensmotto, „Hauptsach gut gess!“

kann ich wirklich bestätigen. Es schmeckt

hier wirklich supergut, was mir meine Waage

schonungslos bestätigt. Ich freue mich darauf,

jetzt in der warmen Jahreszeit Land und Natur

noch besser kennen zu lernen und dabei einige

überschüssige Kalorienwieder abzutrainieren.

BeimDillinger Firmenlauf mache ich auf jeden

Fall schon mal mit.

Was gefällt Ihnen sehr, was weniger an der

Rotation?

Es gefälltmir sehr, diese vielen neuen Erfahrun­

gen hier machen zu können. Neben den berufli­

chen Themen geht es aber natürlich auch darum,

das Privatleben zu organi­

sieren. Ich sage Ihnen ganz

ehrlich, bislang war meine

Wäsche immer gewaschen,

der Kühlschrank gefüllt und

die wenige Freizeit war auch

bestens organisiert. Nun

komme ich oft in die Situation,

mir selbst Gedankenmachen

zumüssen, was ich wann und wie tue. Auch dies

ist eine Erfahrung, die ich nicht missen möchte

unddiemir sehr gut gefällt. Damit verbunden fehlt

mir abermanchmal mein vertrautes Umfeld. Der

Austauschmit meiner Frau undmeinen Söhnen

findet zur Zeit überwiegend elektronisch und

telefonisch statt, das ist nicht immer einfach.

Nun mal abgesehen von diesen kleinen Un­

annehmlichkeiten … Würden Sie den Schritt

wieder machen? Können Sie die Rotation wei­

terempfehlen?

Ja absolut, das würde ich jederzeit wieder so

tun. Ich kann nur jedem empfehlen, eine solche

Chance zu nutzen. Ich bin sicher, wenn man

bereit ist, gewohntes in Frage zu stellen – und

das ist meiner Meinung nach die Grundlage für

Entwicklung undWachstum–, ist eine solche tem­

poräre Veränderung eine absoluteBereicherung.

Wichtig ist natürlich, dass dies von beiden Seiten

gleichermaßen getragen wird. In einer solchen

Situation unterstützt und

freundlich aufgenommen

zu werden, ist eine Grund­

voraussetzung für das Ge­

lingen. Da habe ich bei der

VSE wirklich ins Schwarze

getroffen. Hier fällt es leicht,

sich einzugewöhnen und ein­

zubringen, besser geht nicht.

An dieser Stelle möchte ich

mich bei allen Kolleginnen

und Kollegen schon jetzt für

die freundliche Unterstüt­

zung bedanken, auch wenn

noch rund 1,5 Jahre vor uns

liegen, bis ich indieWestnetz

zurückkehre. Ich freuemich

schondarauf;michmit Ihnen

auch am Ende meiner Zeit

in der VSE auszutauschen

und gemeinsamein Fazit zu

ziehen.

[ml]

Thomas Lehmann

Geboren 28.02.1970 in Hürth-Hermülheim.

Ausbildung zum Energieanlagenelektroniker bei

RWE (1986-1990), danach Fachabi und Zivildienst.

Studium der Elektrotechnik im 2. Bildungsweg

in Köln. 1996 Abschluss als Dipl.-Ing. E-Technik.

1998 Einstieg als Trainee bei RWE. Von 2000-

2004 Schaltingenieur in der Netzführung des

Hoch- und Mittelspannungsnetzes, 2004-2008

Betriebsplaner in der Netzführung (Netzberech­

nung, Koordination von großen Netzprojekten

etc.), ab 2008 Leiter Schaltleitung Bereich Berz­

dorf, Düren, Siegen. 2013 bis Nov. 2015 Leiter

Netzführung Süd

(= südl. Ruhrgebiet + Wesel/Niederrhein bis nach

Trier und Grenze zu Niederlanden bis Siegerland,

8 Standorte, 3 Abteilungen ca. 130 MA).

Thomas Lehmann ist verheiratet, Vater zweier

Söhne (22 und 20 Jahre alt). Er lebt in Brühl

zwischen Köln und Bonn. Seine Hobbys: Sport

und Fotografie.

Thomas Lehmann (li.)

und Alexander Schalk.