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Mehr Leistung für den „Lisdorfer Berg“

Anfang März, Umspannanlage Geislautern.

Bei dichtem Schneetreiben fahren die Bagger

vor, um mit den Erdarbeiten für den Bau der

Fundamente eines neuen 110-kV-Schaltfeldes

zu beginnen, das im Oktober in Betrieb genom­

men werden soll. Damit kann ein zusätzliches

Leitungssystem zur Umspannanlage auf dem

Lisdorfer Berg geführt werden.

Notwendigwurde die Erweiterung der Umspann­

anlage Geislautern, die eine zentrale Schalt- u.

Verteilfunktion im 110-kV-Hochspannungnetz

der VSE-Verteilnetz GmbH einnimmt, durch die

erfolgreiche Ansiedlungspolitik und die damit

verbundene Nachfrage nach Industrieflächen

in dem neuen Industriegebiet Lisdorfer Berg,

das sich links und rechts der Bundesstraße

269 zwischen Lisdorf und Überherrn erstreckt.

Infolge des hohen Leistungsbedarfs der bereits

jetzt in diesem Industriegebiet angesiedelten

Unternehmen sowie der Interessenten für weite­

re Flächen ist die auf 16MVAbegrenzteKapazität

des in der ersten Ausbaustufe realisierten 35-kV-

Netzanschlusses nicht mehr ausreichend. Die

Umstellung auf eine Versorgungsspannung von

110 kV wurde zur Erhöhung der Netzanschluss­

kapazität auf zukünftig 40 MVA notwendig.

NachFertigstellung der Fundamentarbeiten und

Stahlbau in Geislautern wurden der Elektroaus­

bau und die Installation der Steuerungstechnik

vorgenommen, so dass das neue Schaltfeld von

der Netzleitstelle in Saarbrücken aus überwacht

und ferngesteuert werden kann.

Trotz technischer Fertigstellung bis Anfang Juni

wird das neue Schaltfeld in Geislautern erst

im Oktober in Betrieb genommen, da in den

Umspannanlagen in Altforweiler und auf dem

Lisdorfer Berg zunächst noch Folgebaustellen

anstehen. ImZusammenhangmit der Erhöhung

der Versorgungsspannung der Umspannanla­

ge Lisdorfer Berg von 35 auf 110 kV muss die

Umspannanlage Altforweiler ebenfalls auf 110

kV umgestellt werden. Neben der Errichtung

entsprechender 110-kV-Schaltfelder in Geislau­

tern, Altforweiler und Lisdorfer Berg müssen in

den beiden letztgenannten Anlagen auch neue

110/20-kV-Leistungstransformatoren aufge­

stelltwerden. Schließlichmussdie20-kV-Anlage

Lisdorfer Berg noch um neue Mittelspannungs-

Schaltfelder für die Ringversorgung der neuen

Industrieflächen erweitert werden.

Die Gesamtinvestition des Gemeinschaftspro­

jekts von gwSaar (Gesellschaft für Wirtschafts­

förderung Saar mbH), Netzwerke Saarlouis und

VSE Verteilnetz für das Projekt Lisdorfer Berg

beträgt über 5 Millionen Euro.

Weitere Investitionen in diesem Jahr

Neben den beiden Großinvestitionen wird auch

an anderer Stelle in das Netz und damit in die

Versorgungszuverlässigkeit im Saarland inves­

tiert.

Sowerden zumBeispiel imZuge desProgramms

zur Verkabelung des 35-kV-Netzes die Freilei­

tungen imTeilabschnitt zwischen Lebach und Ei­

weiler auf einer Trassenlänge von 6,3Kilometern

im Kabelpflugverfahren in das Erdreich verlegt.

Zudem werden die Anlagenportale der 110-kV-

Stromkreise Neunkirchen Nord und Süd in der

Umspannanlage Heinitz, die aufgrund ihres Al­

ters und Zustandes den heutigenAnforderungen

nicht mehr genügen, durch einen neuen 110-kV-

Endmast ersetzt. In der Bauphase wird hier der

Baubereich durch einProvisoriummittels zweier

110-kV-Baueinsatzkabel geräumt.

Insgesamt belaufen sich die Investitionen für

diese beidenMaßnahmen auf über 1,2Millionen

Euro.

[md]

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>Weitere Infos:

www.vse-verteilnetz.de

www.nwsls.de