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Fit für die Zukunft

male Einspeisekapazität von 50 MVA ist bereits

überschritten. Die notwendigenMaßnahmen zur

Erweiterungsindvon langerHandgeplant. Durch

Austausch der Mittelspannungs-Einfach-Sam­

melschiene durch eine Doppel-Sammelschiene

wird der Betrieb von zwei getrennten Systemen

ermöglicht, die maximale Einspeisekapazität

steigt durch diesen „chirurgischen Eingriff“ in

das Herz der Anlage auf ca. 90 MVA.

Doch eine solche Maßnahme ist ohne Back-Up

nicht möglich. Umdas Umspannwerk nicht vom

Netz nehmen zu müssen, war die Installation

eines By-Passes in Form einer mobilen 20-kV-

Containeranlage nötig, die Anfang März mit

einem Autokran installiert wurde. Nach einer

aufwendigen Verkabelung in den vergangenen

Wochen wurde das Provisorium am 20. Mai in

Betrieb genommen.

Im Anschluss werden bis Ende September die

Demontage der bestehenden Einfach-Sammel­

schiene, der Gebäudeumbau sowie dieMontage

der neuen Doppel-Sammelschiene und ihre In­

betriebnahme folgen. Die VSE Verteilnetz GmbH

investiert in Perl-Borg rund eine Million Euro.

D

ie VSE-Verteilnetz GmbH investiert 2016

rund 7,5 Millionen Euro in die Erneuerung

und denAusbau des saarländischenMittel- und

Hochspannungsnetzes.

Ende Februar, Umspannanlage Perl-Borg: Ein

eisigerWind pfeift über denHöhenzug, der einen

fantastischenBlick auf das angrenzende Luxem­

burg und Frankreich bietet. In der Ferne blasen

die Kühltürme des Atomkraftwerks Cattenom

weißen Dampf in die Luft.

An kaum einem anderen Ort in der Region sind

die Energiewende und ihre Notwendigkeit so

greifbar und begreifbar wie hier. Auf deutscher

Seite sieben Windkraftanlagen vom Hersteller

VESTAS, die eine Kleinstadt mit grünem Strom

versorgen können, auf französischer Seite ein

Atommeiler, der seine „besten“ Jahre lange

hinter sich hat.

Aber auch die Herausforderungen, die die

Energiewende an die Energieversorger und vor

allemNetzbetreiber stellt, werden hier deutlich.

Der starke Zubau von Anlagen zur Erzeugung

erneuerbarer Energien hat die Umspannanlage

an den Rand ihrer Kapazität gebracht, die maxi­

zukunft