Background Image
Previous Page  29 / 60 Next Page
Information
Show Menu
Previous Page 29 / 60 Next Page
Page Background

29

Bundesinnenminister Thomas de Maizière die

Verabschiedung des Gesetzes im Bundestag,

„Mit der zunehmenden digitalen Durchdringung

unseres Lebens wird Cyber-Sicherheit immer

mehr zu einem zentralen Baustein der Inneren

Sicherheit in unserem Land. Unser Ziel ist es

daher, dass die IT-Systeme und digitalen In­

frastrukturen Deutschlands zu den sichersten

weltweit gehören. Mit dem IT-Sicherheitsgesetz

kommen wir bei der Stärkung unserer IT-Sys­

teme einen wichtigen Schritt voran.“

Einen weiteren wichtigen Baustein zur IT-

Sicherheit in der Energieversorgung leistet

das Energie-Wirtschaftsgesetz (EnWG). Dieses

Gesetz regelt die Informationssicherheit in

diesem höchst sicherheitskritischen Bereich

der Netz-Infrastruktur.

In §1 des EnWG heißt es: „Zweck des Geset-

zes ist eine möglichst sichere, preisgünstige,

verbraucherfreundliche, effiziente und umwelt-

verträgliche leitungsgebundene Versorgung

der Allgemeinheit mit Elektrizität und Gas, die

zunehmend auf erneuerbaren Energien beruht.“

Außer den gesetzlichen Regelungen gibt es

RWE-Konzern-Vorgaben zur Informationssi-

cherheit. Vor diesem Hintergrund wird bei der

VSE-Gruppe ein ISMS (Informations-Sicher-

heitsmanagementsystem) eingeführt. Die In-

formationssicherheit wird gesteuert eingeführt,

d.h. Maßnahmen und Verantwortlichkeiten sind

benannt. Das ISMS bezieht sich auf Unter-

nehmenswerte (Assets) und betrachtet deren

Verfügbarkeit, Integrität und Vertraulichkeit.

Das ISMS erfasst alle relevanten Unterneh-

mensbereiche der VSE-Gruppe. Dabei werden

die Bereiche Bürokommunikation und Prozess-

datenverarbeitung (PDV) separat betrachtet.

Die VSE-Gruppe verfolgt das Ziel, das PDV-ISMS

in Anlehnung an die gesetzlichen Rahmenbe-

dingungen nach dem Standard ISO/IEC 27001

zertifizieren zu lassen.

[hl/med]

B

lackout

“ ist ein Roman, eine fiktive Ge-

schichte, die aber nachAussage von Fach-

leutengar nichtmal sofiktiv ist. DieGeschichte

könnte sich so oder so ähnlich ereignen, wenn

nicht jetzt vorgesorgt wird.

Der Hackerangriff auf den Deutschen Bundes-

tag hat überdeutlich gemacht, wie fragil und

angreifbar das internationale Netz tatsächlich

ist. In jedem Augenblick werden Organisatio-

nen, Behörden, Unternehmen und Privatleute

weltweit von Hackern angegriffen. Das IT-Si-

cherheitsgesetz, das am12. Juni vomBundestag

verabschiedet wurde, war also überfällig.

Das neue Gesetz soll dafür sorgen, dass wich-

tige Unternehmen besser gegen Cyberangriffe

geschützt sind, vor allemEnergieunternehmen.

Mehr denn je ist unsere Energieversorgung von

einer funktionierenden und sicheren Infor-

mations- und Kommunikationstechnik (IKT)

abhängig.

Das IT-Sicherheitsgesetz ist relevant für sämt-

liche Betreiber kritischer Infrastrukturen in

Deutschland. Dazu zählen: Energie, Informa­

tionstechnik und Telekommunikation, Transport

und Verkehr, Gesundheit, Wasser, Ernährung

sowie Finanz- und Versicherungswesen. Diese

Bereiche müssen künftig einen Mindeststan-

dard an IT-Sicherheit einhalten und erhebliche

IT-Sicherheitsvorfälle an das Bundesamt für

Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) mel-

den. Darüber hinaus werden zur Steigerung der

IT-Sicherheit im Internet die Anforderungen an

die Anbieter von Telekommunikations- und Te-

lemediendiensten erhöht. Parallel dazuwerden

die Kompetenzen des BSI und der Bundesnetz-

agentur sowie die Ermittlungszuständigkeiten

des Bundeskriminalamtes imBereich der Com­

puterdelikte ausgebaut.

„Heute ist ein guter Tag für mehr Sicherheit

und Vertrauen im Internet“, so kommentierte