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ausgehend von der späten Keltenzeit bis ins

Frühmittelalter genutzt.

Das Naturdenkmal „Dicke Eiche“, die um

1650 entstand, ist ein Zeugnis der alten

Mittelwaldwirtschaft. Unter einem Schirm

großer Eichen und Buchen wurden alle 10-20

Jahre junge Eichen und Buchen gefällt und

als Brennmaterial genutzt, in erster Linie für

die Bettinger Schmelze.

Neben zahlreichen weiteren Sehenswür-

digkeiten locken vor allem die Schmelzer

Woche mit dem Schmelzer Schmackes, die

Schmelzer Wanderwoche, die Kinderferien-

aktion sowie der Schmelzer Weihnachtsmarkt

zahlreiche Besucherinnen und Besucher in

die Großgemeinde.

Wirtschaft

Das wirtschaftliche Spektrum in Schmelz

reicht vom Handel über Handwerksbetriebe,

Banken und mittelständischem Gewerbe bis

hin zur Industrie. Durch die kluge Ansied-

lungspolitik der vergangenen Jahre kann die

Gemeinde heute

mehr als 3.000

Arbeitsplätze

vorweisen, die

sich in den

Gewerbege-

b i eten Ost

an der B268,

„Am Erzweg“,

„Hoher Staden“ in Hüttersdorf,

„Über Prims“ in Limbach und

„Am Bahnhof“ in Primsweiler

zentrieren.

Wichtigster Arbeitgeber ist die

Firma Meiser. Das stahlverarbei-

tende Unternehmen hat sich auf

die Produktion von Gitterrosten

spezialisiert und beschäftigt im

Gewerbegebiet „Über Prims“

etwa 800 Mitarbeiter.

[md]

I

n der Großgemeinde Schmelz leben und

arbeiten heute über 17.000 Menschen auf

58 Quadratkilometern mit reizvoller Natur

und unzähligen Freizeitmöglichkeiten.

Ihren Namen hat die Gemeinde Schmelz von

einer Eisenschmelze, die im ausgehenden

17. Jahrhundert gegründet wurde. Charles

Henry Gaspard de Lenoncourt erhielt 1686

vom französischen König Ludwig XIV. eine

Hüttenkonzession – Ursprung der Bettinger

Schmelze am Ufer der Prims, die bis zu

ihrer Schließung im Jahr 1868 ein wichtiger

Wirtschaftsfaktor in der Region war. Seit

der Gebietsreform im Jahr 1974 besteht die

Großgemeinde aus den Ortsteilen Schmelz,

Hüttersdorf, Limbach, Michelbach, Prims-

weiler und Dorf im Bohnental.

Sehenswertes

Schmelz wird naturgeographisch dem

Saar-Nahe-Bergland zugeordnet, ist von

langgestreckten bewaldeten Höhenzügen

umschlossen und wird von der Prims durch-

flossen.

Das rund 200 Kilometer lange Rundwan-

derwegenetz bietet deshalb beste Voraus-

setzungen für ganz besondere Aus- und

Fernblicke in einer abwechslungsreichen

von Wäldern, Feldern, Hügeln und Tälern

geprägten Landschaft, die natürlich auch

bei Radfahrern und Freunden des Nordic

Walking sehr beliebt ist. Ist man in und

rund um Schmelz herum unterwegs, sollte

man auf einen Besuch der Bettinger Mühle

nicht verzichten. Das Mühlenensemble mit

Mühlengebäude, Wohnhaus, Werkstatt,

Backhaus, Scheune und eindrucksvollen

Mühlenrädern, das seit 1994 restauriert

wird, liegt direkt an der Prims.

Sehenswert ist auch die „Birg“ im Ortsteil

Limbach amPremium-Wanderweg „Erzgrä-

berweg“. Die „Birg“ war im Wesentlichen

ein Zufluchtsort in Unruhezeiten und wurde

Schmelz

Aufstrebende Gemeinde

im sehenswerten Primstal