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>Weitere Infos:

ulli.zahler@energis-netzugesellschaft

D

ie Toten Hosen passen Ulli Zahler wie ange-

gossen. Und gehörte „Tage wie diese“ nicht

schon zu seinen Lieblingshits, müssten nun extra

für den 43-Jährigen diese ersten Zeilen des Liedes

geschrieben werden. Vor ein paar Wochen bekam

er die Glücksnachricht: Er erhält 50.000 Euro für

eine herausragende Idee. Die VSE-Gruppe macht

esmöglich: ZumerstenMal in der Geschichte des

Ideenmanagements hat das Energie-

unternehmen 50.000 Euro für einen

grandiosen Einfall vergeben! Ulli

Zahler ist glücklich – ein Betrag zum

Tanzen vor Begeisterung, doch der

stellvertretende LeiterNetzvertrieb bei

der energis-Netzgesellschaft bleibt auf dem Bo-

den, auch wenn er zugibt: „Ich bin fast aus allen

Wolken gefallen!“

Treffpunkt Undine: Ulli Zahler strahlt über das

ganze Gesicht. „Das hätte ich nie geglaubt“, sagt

der Familienvater, der in Schwalbach-Elm lebt. Er

freut sich nicht nur über den Betrag, sondern auch

über die Wertschätzung, die damit verbunden ist.

Der gebürtige Püttlinger ist ein bescheidener Typ,

der weiß, dass er ohne die Unterstützung seiner

Familie nie so lange an seinem Computerpro-

gramm hätte tüfteln können. „Ich habe unzählige

Stunden daran gearbeitet“, sagt er.

Ulli Zahler hatte dengenialenEinfall, einProgramm

zu entwickeln, das die Arbeitsabläufe der Netzge-

sellschaft erleichtert und somit den Service für die

Kunden effizientermacht und deutlich verbessert.

Denn jederMitarbeiter hat so quasi per Knopfdruck

den schnellen und übersichtlichen Überblick auf

den neusten Stand der einzelnenKundenvorgänge.

„So sparenwir uns die aufwendigenWege vonBüro

zuBüromit demgelben Zettel“, erklärt der 43-Jäh-

rige. Eine Idee, die den Kundenservice bei der

energis-Netzgesellschaft nicht nur optimiert,

sondern zudem noch Kosten spart.

Seine Familie gibt ihm Kraft, seine Frau Bianca,

Tochter Lisa (14) und der dreijährige Sohn Malte.

An der rechten Hand trägt Ulli Zahler als Glücks-

bringer ein Makramee-Band in verschiedenen

Braun- und Orange-Tönen, seine Frau hat es ge-

knüpft. „Sie ist sehr kreativ, bastelt und näht

gerne.“ Wenn er in seiner Freizeit viele Stunden

an seinem speziellen Computerprogramm feilte,

schalteteBianca einfach dieNähmaschine an. „Das

Fernsehen hatte in dieser Zeit bei uns beiden kei-

ne Chance“, sagt er lachend. Ulli Zahler ist ein

Mensch, den nichts so schnell aus der der Ruhe

bringt – außer SöhnchenMalte: „Er ist ein richtiges

Energiebündel, wenn ich nachHause komme, wird

Fußball gespielt oder getobt“, sagt er.

Im Beruf und bei der Umsetzung seiner

Projekte kombiniert der Saarländer

Leidenschaft mit Ausdauer und Geduld.

Die Arbeit am Computer ist Traum und

Hobby zugleich. „Ich wollte gerne Infor-

matik studieren. Dochmein Vatermein-

te, ich solle ein anständiges Handwerk lernen.“ So

führte ihn der Weg 1989 zur VSE, wo er seine Aus-

bildung zum Energie-Elektroniker begann. „Das

habe ich nie bereut. Ich bin glücklichmit demwas

ich tue. Und kannmeine Computerleidenschaft in

den Beruf einbringen. Wer weiß, ob ich als Com-

puterspezialist so viel Spaß gehabt hätte? Wenn

man immer programmierenmuss, kann ein Traum

auch schnell seinen Reiz verlieren.“

Ulli Zahler redet offen – einMann, der keineSchnör-

kel braucht und nicht viele Worte macht. Er hat

sich schon mehrfach mit guten Vorschlägen im

Ideenmanagement eingebracht. „Es macht mir

einfach Spaß, Lösungen für Probleme zu finden,

Abläufe einfacher zu gestalten. Da häng‘ ich mich

dann richtig rein. Und wenn‘s klappt: super!“

Aber es lief nicht immer super. Er gibt offen zu,

dass ihn dieses Mal sein Chef Benedikt Kessler

gepusht hat, seine Idee einzureichen. Denn auf

seine ersten beiden Ideen hatte er lange Zeit nichts

gehört, es zog sichmühsamdahin. Doch damit ist

jetzt endgültig Schluss. Durch eine neue Daten-

bank, die im April zur Verfügung steht, wird das

Ideenmanagement die Mitarbeiter schneller und

effizienter über den Stand ihrer eingereichten Idee

informieren können. „Das finde ich großartig“, sagt

Ulli Zahler, „das wird demGanzen Vollgas geben.“

Und natürlich darf eine Frage nicht fehlen. Was

macht er mit dem Preisgeld? „Einen schönen

Urlaub, irgendwo am Meer“, sagt er und lacht.

„Meine Tochter bekommt ein neues Zimmer, und

der Rest wird gespart.“

[ml]

„Ich wart’ seit Wochen,

auf diesen Tag

und tanz vor Freude

über den Asphalt.

Als wär's ein Rythmus,

als gäb's ein Lied.“

(Die Toten Hosen)