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dabei den Kompensator aufgerissen und durch

die entstandene Öffnung die Nullmeterebene

mit Kesselstaub „überflutet“.

DieSofortmaßnahmenwarenklar: Entlastendes

Bodens durchAbsaugung der Staubfrachtenund

Absicherung des Brennkammerbodens durch

massive, fünf Meter lange Stahlträger auf der

Gebäudedecke.

Eine zunächst scheinbar aussichtslose Anfrage

am Heiligen Abend bei üblichen Dienstleistern

war dann doch erfolgreich, sodass trotz der

Feiertage die Absaugarbeiten am1. und 2. Weih-

nachtsfeiertag mit Saugfahrzeugen beginnen

konnten. Die Abstützungen wurden sonn​tags

von den verfügbaren Mitarbeitern, die für die

ohnehin geplanten Stillstands​arbeiten auf die

Anlage bestellt waren, errichtet. Montags ging

es mit vier Fahrzeugen rund umdie Uhr weiter:

Immerhin mussten rund 40 Tonnen Staub aus

dem Schadensfeld entfernt werden.

Die Ursache der Havarie war damit aber noch

keineswegs geklärt. Der hinzugezogene Fach-

kraftakt

Eine „schöne“ Bescherung

im Kraftwerk Ensdorf …

A

lsunsereMitarbeiterdasKraftwerkam23.

Dezember verließen, waren sie eingestellt

auf Weihnachten, Familie und Entspannung.

Doch wie so oft im Leben des Kraftwerkers

kommt es anders …

Block 1 war bereits außer Betrieb, Block 3 soll-

te planmäßig 22.00 Uhr vom Netz gehen und

von unseren Schichten für das vorgesehene

Reparaturprogramm ab Sonntag den 27. 12.

kalt gefahren und frei​geschaltet werden. Die

Wiederinbetrieb​nahmewar nach Abschluss der

Arbeiten für die Tage nach Neujahr geplant.

Am 24. 12., gegen 6 Uhr morgens änderte sich

die Aussicht auf die kommenden Tage grundle-

gend:Während desKaltfahrens verdunkelte sich

plötzlich die untereEbene desKesselhauses von

Block 3 aufgrund einer massiven Staubwolke.

Erste Vermutung: Riss im Kompensator​. Bei

näherer Betrachtung zeigte sich je​doch einweit

dramatischeres Bild. Der Brenn​kammerboden

unterhalb des eigentlichen Kessels hatte sich

in einer Ecke um etwa einen Meter abgesenkt,