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Eigenstrom­versorgung

mit vielen Vorteilen

montagegestell installiert. Die Belegung mit

Modulen erfolgte im Anschluss dachparallel,

um die Belastungen für Dach und Gebäude zu

minimieren. Nach der Montage der Wechsel-

richter, die den durch die PV-Module erzeugten

Gleichstrom in Wechselstrom umwandeln,

erfolgte die Anbindung der Anlage an dieNieder-

spannungshauptverteilung in der Trafostation

an der südöstlichen Ecke des Gebäudes.

Was die Technik anbelangt, finden zertifizierte

polykristalline Photovoltaik-Module Verwen-

dung, die alle inDeutschland gültigenStandards

erfüllen. Die zehn Wechselrichter sind Quali-

tätsbauteile aus deutscher Produktion.

Mit Eigenstromerzeugung voll im Trend

Mit der Investition in die Anlage auf dem Dach

der Hauptverwaltung liegt die VSE voll imTrend,

da immer mehr Unternehmen mit großen Dä-

chern und Freiflächen angesichts steigender

Strompreise und sinkender Kosten für Photovol-

taik ihre Energie selbst aus der Kraft der Sonne

erzeugenund sich damit auchunabhängiger von

der zukünftigen Energiegesetzgebungmachen.

Zudem spricht die mögliche Rendite durch

die­se Energieeffizienzmaßnahme für sich. Die

PV-Anlage ist eine nachhaltige Investition ins

eigene Unternehmen, die sich schnell rechnet.

Dr. Frank Schmeer, verantwortlich für das The-

ma Erneuerbare Energien bei der VSE, sieht in

dem Thema großes Zukunftspotential für die

gesamte Unternehmensgruppe: „Die VSE wird

nach der erfolgreichen Realisierung von drei

Windparkprojekten in den vergangenen beiden

D

as Dach der VSE-Hauptverwaltung in Saar­

brücken ist seit Ende Februar mehr als

nur ein Schutz vor Regen und Kälte. Die dort

installierte Photovoltaikanlage mit rund 200

kWp versorgt dasGebäudenunauchmit Strom.

Ob Beleuchtung, Rechner, Telefonanlage,

Kaffee­maschine oder Elektroauto – ab sofort

wird bei gutem Wetter alles, was einen Stecker

hat, mit grünem Strom angetrieben, erzeugt

auf einer zuvor gänzlich brachliegenden Fläche.

Denn wenn die Sonne scheint, erzeugen die

Photovoltaikmodule (PV), die auf einer Fläche

von rund 1.300 Quadratmetern auf dem Dach

der VSE-Hauptverwaltung und auf dem angren-

zenden Parkhaus verlegt sind, Strom, der nach

Auskunft des Projektverantwortlichen Dr. And-

reas Berg vollständig zur Versorgung der VSE-

Hauptverwaltung genutzt wird: „Wir erwarten

eineStromproduktion von170Megawattstunden

pro Jahr, was ungefähr 10 Prozent des hier am

Standort verbrauchten Stroms entspricht.“

Zu viel erzeugter Strom, der nicht vor Ort ver­

braucht werden kann, wird ins Stromnetz ein­

ge­speist und gemäß EEG vergütet.

11 Wochen Bauphase

Im Dezember wurde das Gerüst gestellt und

die Statikprüfung für alle Dächer durchgeführt.

Danach wurden störende Dachgauben entfernt,

bevor mit dem Bau der Unterkonstruktion be­

gonnen werden konnte. Zur Platzierung der

Module auf der Dachfläche – die kosten- und

er­tragsoptimiert erfolgte – wurde ein mecha­

nisch direkt mit dem Dach verbundenes Solar-

zukunft

Alexander Frink von AVANTAG

Energy S.a.r.l. mit Projektleiter

Dr. Andreas Berg und Anne Prinz

bei der Projektbesprechung (v.l.)

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