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Ziel: Versorgungssicherheit zu bezahlbaren

Preisen. Das aber könne kein deutscher Allein­

gang sein.

Beim Thema „Strommarktdesign“ gebe es ein

„hohes Maß an Übereinstimmung“ der Inter-

essen zwischen dem Saarland als Indus­trie-

und Kraftwerksstandort einerseits und den

Interessen des RWE-Konzerns andererseits,

so Kramp-Karrenbauer. Die Landesregierung

habe sichmit RWE dahingehend ausgetauscht,

dass „wir insgesamt zu guten Verhandlungser-

gebnissen kommen“.

Für Saar-WirtschaftsministerinAnkeRehlinger

ist es unabdingbar, „dass der Industriestandort

‚Saar‘ auch in Zukunft als Kraftwerksstandort

erhalten bleibt“. Man habe sich mit der RWE

ausgetauscht, so dassmanmit gut abgestimm-

ten Positionen in die weiteren Verhandlungen

nach Berlin und Brüssel gehen könne. „Es ist

gut, wenn wir hier einen Gleichklang unserer

Interessenlagen feststellen.“ Das Thema

Versorgungssicherheit, so Rehlinger, könne

nicht den Marktkräften überlassen werden.

Nicht nur die elektrische Leistung müsse dem

Kraftwerksbetreiber bezahlt werden, sondern

auch die Vorhaltung der dafür benötigten Kraft-

werkskapazität.

Die vondeutscher Seite geforderteAbschaltung

des französischen Kernkraftwerks Cattenom

an der Mosel hält der RWE-Chef mit Blick

auf die europäische Versorgungssicherheit

für nicht zielführend. „Ich glaube, das ist ein

Konzept, das weder für Deutschland noch für

Europa zukunftsträchtig ist.“

Es war eine entspannte und dennoch konzen-

trierte Begegnung. Das Saarland und RWE

haben gemeinsame Ziele, die sie in einer gut

abgestimmtenPolitik inBerlin verfolgenwollen.

So war dieses Treffen der Auftakt zu weiteren

Begegnungen.

[ur]

Peter Terium, Ministerpräsidentin

Annegret Kramp-Karrenbauer und

Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger

bei der Pressekonferenz

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