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Der Wohlstand kommt

in langen Wellen

festmachen, rollt der studierte Wirtschafts-

wissenschaftler und Publizist Erik Händeler

das Feld von hinten auf. „Zukunft werden die

haben, die produktiv sind. Will heißen, die mit

dem Faktor Wissen richtig umgehen können.

Und das hat tiefgreifende Konsequenzen für die

Arbeitswelt.“

Der radikale Wandel der Arbeitswelt

Arbeit, so sein Tenor, werden wir auch in

Zukunft reichlich haben. Nur sie werde in der

Wissensgesellschaft von morgen grundlegend

anders aussehen. Das heißt nichts anderes, als

Abschiednehmen von althergebrachtenFormen

der Zusammenarbeit, will man weiter Wachs-

tum erzielen und damit Wohlstand sichern.

Händeler holt weit aus und stellt bei seinen

Thesen um Wachstum, Wohlstand und Zukunft

den russischen Ökonom Nicolai Kondratieff in

den Mittelpunkt. Ausgehend vom Ende des 18.

Jahrhunderts befinden wir uns an der Schwelle

zum 6. Kondratieff-Zyklus. Ob wir in der nächs-

ten langen Konjunkturwelle nach Kondratieff

Wachstum erzielen, hänge in der Wissensge-

sellschaft entscheidend vomSozialverhaltender

Menschen ab, so die Theorie. Haben in den vor-

angehendenZyklenEisenbahn, Dampfmaschine,

Elektrifizierung, Automatisierung der Industrie

oder Computer & Co. die Wirtschaft und damit

die Produktivität nachhaltig beeinflusst, wird

es künftig der Umgang mit Wissen sein. Die

Wissens­menge explodiert und verdoppelt sich

alle zwei Jahre.

E

in Klingone, der gerne mal für alle die

Drecksarbeit erledigt, ein Vulkanier, der

außerirdische Ansichten vertritt, ein Doktor,

der dieMenschen beamen kann, eine Frau, die

technisch alle brenzligen Situationenmeistert,

ein Commander, der ein Team zusammenhält

und keine Hierarchien kennt. Klingt alles ein

wenig nachUtopie, nach spannender Unterhal-

tung, aber eben auch nach Zukunft.

Während sich viele von uns noch an die Raum-

schiff Enterprise-Folgen als Science-Fiction-

Version im Fernsehvorabendprogramm erin-

nern können, sindwir dieser Zukunft zumindest

ein bisschen näher gekommen. So skizziert es

zumindest der Zukunftsforscher Erik Händeler

(45), der kürzlich in Saarbrücken zu Gast war.

Er prophezeit in der Arbeitswelt einen neuen

Umgang miteinander. Ähnlich dem Raumschiff

Enterprise-TeamumKäpt‘nKirk soll Wohlstand

künftig gesichert werden.

Während Volkswirte die künftige Wirtschafts-

entwicklung oftmals an monetären Größen

zukunft

Der Umgang mit Wissen entscheidet

über künftigen Wohlstand