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Das geht alle an!

Alle ziehen an einem Strang

Landesregierung, Arbeitnehmer- und Wirt-

schaftsorganisationen wie Handwerkskammer

und IHK, haben ein Bündnis für Arbeits- und

Ge­sundheitsschutz auf den Weg gebracht. Damit

ist der Grundstein für ein Netzwerk gelegt, umEr-

fahrungenund Informationenauszutauschen, sich

gegenseitig zu unterstützen und Handlungsemp-

fehlungen auszuarbeiten. Nächster Schritt ist die

Bildung einer Projektgruppe für den praxisnahen

Austausch. GeorgBrenner, Hauptgeschäftsführer

derHand­werkskammer desSaarlandes, begrüßte,

dass Arbeitgeber und -nehmer gleichermaßen

in die Pflicht genommen würden. Es gehe nicht

nur um das Einfordern, sondern auch um das

Einhalten der Vorgaben seitens der Arbeitnehmer.

Jost betonte in diesem Zusammenhang die Vor-

bildfunktion der Führungskräfte. Sie seien beim

Arbeits- und Gesundheitsschutz besonders ge-

fragt undmüsstenmit gutemBeispiel vorangehen.

Inzwischen hat auch die Politik reagiert und das

Arbeitsschutzgesetz erweitert. Standen früher

hauptsächlich körperliche Leiden anMuskeln und

Skelett imMittelpunkt, sind nun auch psychische

Leiden mit aufgenommen worden. Sie sind stark

auf dem Vormarsch und in der Arbeitswelt unter

„ Burn-out“ bekannt. Die Ausfallzeiten haben

sich laut Angaben der DAK aufgrund psychischer

Erkrankungen um bis zu 50 Prozent erhöht.

Schlech­tes Führungsverhalten, Terminstress und

Arbeitsdruckwerden vielfach als Grund angeführt.

Zeit, zu handeln und dem gemeinsam entgegen

zu wirken, so das Fazit des Ministers.

(nea)

A

rbeitgeber und Arbeitnehmer sollten das

Thema betrieblicher Arbeits- und Gesund-

heitsschutz nicht als lästige Pflicht ansehen,

sondern vielmehr als Chance begreifen. So

Reinhold Jost, Minister für Justiz, Umwelt

und Verbraucherschutz. Das gelte nicht nur

für die großen Betriebe, in denen sich in der

Regel eigene Stabsstellen um dieses Thema

kümmern, sondern auch für die vielen kleinen

und mittelständischen Unternehmen. Im Hin-

blick auf den sich abzeichnenden Fachkräfte-

mangel ist ein funktionierendes betriebliches

Gesundheitsmanagement ein zunehmend

wichtiger Baustein, um Mitarbeiter langfristig

ans Unternehmen zu binden. Dabei geht es

nicht nur um die Einhaltung gesetzlicher Vor-

schriften beimArbeitsschutz, sondern vielmehr

um Präventionsmaßnahmen im betrieblichen

Gesundheitsschutz. „Die Mitarbeiter sollen

sich auf ihrer Arbeitsstelle wohlfühlen, fit und

gesund bleiben und motiviert ihre Arbeit tun“,

so Jost. Davon haben auch die Arbeitgeber

Vorteile, denn Motivation und Gesundheit am

Arbeitsplatz haben unmittelbare Auswirkungen

auf die Produktivität und verursachen geringere

Fehlzeiten. Statistisch gesehen bringt die Inves-

tition von einemEuro in den Gesundheitsschutz

eineRendite von 2,20 Euro auf das Jahr bezogen.

arbeitsschutz

Betrieblicher Arbeits-

und Gesundheitsschutz