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gehen. In den Liegenschaften des Landkreises

beispielsweise wurden und werden zahlreiche

Maßnahmen durchgeführt: energetische Ge­

bäudesanierungen, eine halbe Million Euro

wurde zur LED-Umrüstung investiert, Hack-

schnitzelheizungen in kreiseigenen Schulen

installiert, eine Wasserkraftanlage im kreisei-

genen Bostalsee erzeugt Strom, ebenso die

Photovoltaik-Anlage auf der neuen Logistikhal-

le des Bostalsees. Solarthermische Anlagen

auf Sanitärgebäuden desBostalsees sorgen für

warmes Wasser. Die Verwaltung verfügt auch

über ein umweltfreundliches Elektroauto. Wir

unterstützen den Ausbau von Photovoltaik-An­

lagen, so können Bürger seit 2011 online in

un­seremSolardachkatastermit wenigenKlicks

erfahren, ob ihr Hausdach für eine Photovolta-

ik-Anlage geeignet ist. Wir unterstützen darü-

ber hinaus den Ausbau der Windenergie, so bei

den Windparks Oberthal und Eisen. Als erster

saarländischer Landkreis hat St. Wendel seit

2013 einen Klimaschutzmanager, der als An-

sprechpartner für Akteure der Initiative dient

und Öffentlichkeitsarbeit betreibt. Dazu gehö-

renauchVorträgeundMesseauftritte. Natürlich

denken wir auch an den Nachwuchs und initi-

ieren Kinderklimaschutzaktionen in Schulen.

Was sehen die mittel- bis langfristigen

Planungen vor?

Wir wollen die geschaffenen Strukturen stär-

ker verankern und kontinuierlich ausbauen,

weitere Überzeugungsarbeit durch Öffentlich-

keitsarbeit und Informationskampagnen leisten,

weitere Projekte und Maßnahmen umsetzen.

Die Zielsetzung ist sehr ambitioniert. Ist das

Erreichen all ihrer Ziele realistisch?

Ohne ambitionierte Ziele gibt es kein Vorankom-

men. Was das Erreichen unserer Ziele angeht,

bin ich optimistisch, denn wir haben bereits viel

erreicht und selbstverständlichweitere Projekte

in Planung. Wichtig ist, dass wir mit dem glei-

chen Elan weitermachen. Die Zielerreichung

ist allerdings auch von bundes- und europapo-

litischen Rahmenbedingungen abhängig, wie

das EEG, die Förderung von Energieeffizienz im

Gebäudebereich oder Elektromobilität.

Was die Erzeugung von grünem Strom betrifft,

setzen Sie häufig auf strategische Partner-

schaften mit der VSE. Warum?

Wir haben die gleichen Ziele. Die VSE will die

Energiezukunft im Saarland aktiv mitgestalten,

genau wie wir. Zudem haben wir mit der VSE –

als einem auch von saarländischen Kommunen

getragenen Partner – bei der Umsetzung des

WindparksOberthal unddesSolarparksSt.Wen-

del hier im Landkreis bereits gute Erfahrungen

gemacht.

Wasmacht die Zusammenarbeitmit der VSEaus?

Die VSE ist ein verlässlicher Partner in der

Region – breit aufgestellt und gut vernetzt bis

auf die regionale Ebene. Ein traditioneller saar-

ländischer Energiedienstleister über die reine

Energieproduktion hinaus.

[md]

Der Landkreis St. Wendel hat was zu

bieten (v. oben n. unten): Windpark

Freisen, der renovierte Schaumberg­

turm, die Burg Nohfelden und Wind-

surfen am Bostalsee.