Background Image
Previous Page  13 / 52 Next Page
Information
Show Menu
Previous Page 13 / 52 Next Page
Page Background

13

bewusstes Wirtschafts-, Dienstleistungs- und

Veranstaltungszentrum. Konsequente An-

siedlungspolitik, kontinuierlicher Ausbau von

Gewerbeflächen und griffiges Stadtmarketing

haben St. Wendel zu einemweithin beachteten

Wirtschaftstandort gemacht, der Impulse gibt

und Arbeits- sowie Ausbildungsplätze sichert.

Mit seiner Lage im Saar–Lor–Lux-Wirtschafts-

raum sowie im Schnittpunkt europäischer

Handels- und Verkehrsströme ist nicht nur die

Kreisstadt, sondern der gesamte Landkreis

ein idealer Ausgangspunkt für erfolgreiche

wirtschaftliche Betätigungen im europäischen

Binnenmarkt.

Große und mittelständische Unternehmen,

High-Tech-Firmen, Handel, Handwerk und

Gewerbe beschäftigen heute über 14.000 Men-

schen. Viele Arbeitsplätze sind in den letzten

Jahren neu entstanden. Tendenz steigend.

Volle Kraft voraus Richtung Energiewende

In Sachen Klimaschutz hat Sankt Wendel am-

bitionierte Ziele. Bis 2030 will die Kommune

den CO

2

-Ausstoß um 55 Prozent im Vergleich

zu 1990 verringern, bis 2050 soll die Energie-

versorgung dann CO

2

-neutral sein. Um dieses

Ziel zu erreichen, setzt man zum einen auf Bür-

gerbeteiligungen in Energiegenossenschaften,

zum anderen auf strategische Partnerschaften

bei der Erzeugung regenerativer Energie, vor

allem mit der VSE-Gruppe. Neben dem So-

larpark St. Wendel ist der Windpark Oberthal

ein weit beachtetes Projekt, das bereits in der

Planungsphase auf eine breite Akzeptanz in

der Bevölkerung bauen konnte, nicht zuletzt,

weil die Bürger am Ertrag der fünf Anlagen im

Oberthaler Wald direkt beteiligt sind.

Auch bei der energieeffizienten Straßenbe-

leuchtung geht St. Wendel voran und investiert

eine halbe Million Euro in die Umstellung auf

LED-Beleuchtung.

Weitere Projekte sind: Die Beheizung von immer

mehr Schulen im Landkreis mit Hackschnitzel-

Heizungen, ein eigens dafür angepflanzter,

schnell wachsender Baumbestand und der Bau

eines Energiedorfes, in dem Bürgerinnen und

Bürgern sich über Maßnahmen zur energeti-

schen Sanierung infomieren können.

[md]

D

er Landkreis Sankt Wendel ist als bisher

einziger saarländischer Landkreis von der

Agentur fürErneuerbareEnergienals„Energie-

Kommune“ ausgezeichnet worden und damit

Vorreiter imLand und leuchtendes Beispiel für

alle anderen Landkreise.

Die Geschichte des Landkreises St. Wendel als

politische Einheit geht auf den Wiener Kon-

gress und die mit der Niederlage Napoleons

verbundenen Gebietsaufteilungen zurück.

1834 wurde das Fürstentum an das Königreich

Preußen abgetreten. Als Folge des Versailler

Friedensvertrags wurde 1919/20 der Landkreis

St. Wendel geteilt. Der „Stammkreis“ um St.

Wen­del mit 29.000 Einwohnern und 26 Gemein-

den wurde dem „Saargebiet“ zugeschlagen.

Seit der Gebietsreform 1974 gehören zum

Landkreis St. Wendel die Kreisstadt St. Wen-

del sowie die Gemeinden Freisen, Marpingen,

Namborn, Nohfelden, Nonnweiler, Oberthal

und Tholey.

Sehenswertes

Die Stadt St. Wendel, als Zentrum des Land-

kreises, liegt in einer vielfältigen und abwechs-

lungsreichen Landschaft des Naturparks Saar-

Hunsrück. Das besondere Flair der liebevoll

restaurierten Altstadt zeichnet die Kreisstadt

ebenso aus wie die im 14. Jahrhundert im spät­

gotischen Stil erbaute Wendelinusbasilika.

Idyllisch eingebettet in die Mittelgebirgsland-

schaft liegen das Sankt Wendeler Land und der

120 Hektar große Bostalsee, der Freizeit total

bietet und seit dem Bau des Centerparcs als

eines der wichtigsten touristischen Ziele des

Saarlandes überregional bekannt ist.

Kelten, Römer und Franken haben die Region

wesentlich geprägt. Auf dem Dollberg bei

Otzenhausen hinterließen die Treverer die

größte Ringwallanlage Europas als Schutzwall

gegen die Römer. Am Kreuzungspunkt zweier

bedeutender Heerstraßen finden sich heute

bei Ausgrabungen im Wareswald Reste einer

bedeutenden römischen Siedlung und Bade-

anlage.

Wirtschaft

Die Stadt St. Wendel ist ein modernes, image-