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Welche Projekte gibt es derzeit bei der Cybersicherheit?

Das ist für mich die größte Herausforderung der Digita-

lisierung. Das Problem besteht darin, sämtliche neuen

Technologien und die damit verbundenen Datentrans-

fers sicher zugestalten. Heute läuft das auf Konzeptehin­

aus wie ‘security by design’, wo Sicherheitsüberlegun-

gen schon in die Konzeption von Maschinen integriert

werden. Andererseits stellt der menschliche Faktor die

größteGefahrenquelleder Informatikdar. Deshalb infor-

mierenwir dieUnternehmenweiterhin, ihreMitarbeiter

für die Internetgefahren zu sensibilisieren. Aus diesem

Grund werden wir mehr in Simulationswerkzeuge ins-

besondere Viren und Piraterie im Internet investieren.

Einige davon werden dazu dienen, die Angestellten im

Unternehmen für die Sicherheit zu sensibilisieren. An-

dere werden Startup-Unternehmen ermöglichen, ihre

Lösungen für Cybersicherheit zu testen.

Das Ganze ist heutzutage so komplex geworden, dass

sowohl Private als auch Öffentliche partnerschaftlich

auf diesem Gebiet zusammenarbeiten. Der Staat allein

hat gar nicht die Kompetenzen, all diese Probleme zu

kennen. Die Unternehmen auf der anderen Seite sind

von der Politik abhängig, die die Regierung umsetzt.

Daher ist es notwendig, die Zusammenarbeit aller be-

troffenenAkteureweiter zu verstärken. Denn es ist eine

Win-Win-Betrachtung, bei der letztendlich alle profitie-

ren werden.

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Seit 15 Jahren wurden große Fortschritte beimAufbau

der Infrastrukturen erzielt. Wowerden heute die Priori-

täten auf diesemGebiet gesetzt?

Inder Tat habenwir riesige Summen indie Infrastruktu-

ren, indenBreitbandausbau, LatenzzeitenundRechen-

zentren investiert. Wir haben sogar viele Lösungen im

Bereich Cloud-Computing entwickelt. Eine unserer Pri-

oritätenbetreffenheutedieHighPerformance Rechner

oder High Performance Computing. Dieses Jahr haben

wir ein europäisches Projekt eines Superrechners für

mehrereMilliardenEuro inZusammenarbeitmit der EU,

Frankreich, Spanien und Italien auf den Weg gebracht.

Ziel ist es, privaten und öffentlichen Akteuren den Zu-

gangzuWerkzeugender Spitzentechnologiezuermög-

lichen. Derzeitmangelt es anHochleistungsrechnernal-

ler unserer digitalen Projekte. Deshalbwollenwir noch

mehr in diesem Bereich investieren.

Eine weitere Priorität sehen wir bei den so genannten

‘test labs’. Wir wollen Luxemburg tatsächlich bei Ver-

suchslaboren neuer Technologien positionieren und

zwar nicht im Labor, sondern bei Feldversuchen direkt

vor Ort. Wir wollen den Unternehmen die Möglichkeit

bieten zu zeigen, dass ihre Ideen funktionieren. Dieses

ÖkosystemmitDemonstrationsplattformengibtunsdie

Chance, neueUnternehmennach Luxemburg zuholen.