IN MOTION 1-2016

40 41 D er Unternehmerverband Luxemburgs Fedil stellt sich für die Zukunft neu auf: Zu den Leuchtturmprojek- ten gehören u. a. die Informations- und Kommuni- kationstechnologien, Big Data, Digitalisierung und immer wieder Innovationen. 25ProzentWertschöpfung, 30Prozent Beschäftigungsanteil inLuxemburg, ca. achtMilliardenExportanteil imJahr –dafür sorgen die rund 500 Mitgliedsunternehmen des Luxembur- gerUnternehmerverbands Fedil. Der 1918gegründete Indus- trieverband vertritt die Interessen der Luxemburger Arbeit- geber indenBereichen Industrie, BauundDienstleistungen. In Luxemburg berät er seine Mitglieder bei wirtschaftlichen und sozialen Themen. Auf internationaler Ebene ist der Ver- band mit einem Büro in Brüssel vertreten und zeigt Präsenz bei OrganisationenundVerbändenwiedem Internationalen Arbeitgeberverband oder der OECD. Die Fedil spielt somit eine wichtige Rolle in der Politik, Wirtschaft, Gesellschaft, Ausbildung und Digitalisierung. Mit dem Ziel die luxemburger Wirtschaft voranzubringen, übernimmt der Verband zahlreiche Aufgaben im Ausland wie jüngst in New York. Dort ging es darum, die Vorteile Lu- xemburgs als Brücke zu Europa aufzuzeigen, um neue Un- ternehmen und ausländische Großkonzerne anzusiedeln. Disruption 2016wird einenWendepunkt inder fast einhundertjährigen Geschichte der Fedil markieren: Ein Jahr imZeichen der Dis- ruption mit einem neuen Team unter Leitung des im Januar neu gewählten Direktors René Winkin und des im März ge- wählten Verwaltungsratsvorsitzenden Nicolas Buck. Als Geschäftsführer von Seqvoia, die eine Plattform für In- vestment-Fonds entwickelt, und von Nyuko, hat er sich das Thema Innovationen auf die Fahnen geschrieben. « Ich bin nicht der Chef des Verbands, sondern der Vorsitzende des Verwaltungsrats und somit Sprecher des Rats », betonte er bei seiner Antrittsrede. Ein Strategiewechsel, der den Berufsverband fachüber- greifend und kundenorientierter aufstellt. « Wir wollen ein Dienstleister für die Industrie von heute und morgen sein (…). Wir werden unseren Mitgliedern mehr Möglichkeiten geben, sich aktiv einzubringen », verspricht Nicolas Buck. Klar auf Zukunft ausgerichtet wird das neue Team Leucht- turmprojekte angehen wie die Digitalisierung, Ausbildung, Innovation, Energiewende oder die Kreislaufwirtschaft. Ein Paradigmenwechsel, der das Image einer angestaubten Industrie zu Gunsten von Innovation und Integration der Informations- und Kommunikationstechnologien ablösen soll. « Das Image der Industrie ist oftmals nicht zum Besten bestellt, da es mit Aktivitäten gleichgesetzt wird, die wenig Mehrwert erzeugen und geringe Steuereinnahmen brin- gen. Das entspricht nicht der Realität, denn man muss die Idee einer Wirtschaftstätigkeit viel weiter fassen und in den Kontext der Informations- und Kommunikationstechnolo- gien sowie der Digitalisierung stellen », so der Verwaltungs- ratsvorsitzende. Fokus auf die neuen Technologien « Wir leben nicht in einer Dienstleistungsgesellschaft, son- dern ineiner hyperindustriellenGesellschaft.Waswir derzeit erleben, ist die Konvergenz zwischen Industrieproduktion und Dienstleistung (zwischen Produkt und Dienstleistung) aufgrund der digitalen Revolution. » Auchdie sogenanntenGAFA-Unternehmen (Google, Apple, Facebook, Amazon) sind strukturiert und funktionierennach Methoden der Industrie. « Ihre Forschungs- und Entwick- lungsabteilungen lassen sich von denModellenDupont, De Bell Labs oder von Xerox inspirieren. Ihre Wertschöpfungs- ketten sind komplett globalisiert », so Buck weiter. Gleiches gilt für die Informations- undKommunikationstech- nologien, die komplett integriert sind und auf bewährten Prinzipien der Industrialisierung beruhen mit einer Organi- sation, einer Veränderung der Produktionswerkzeuge, der erzeugtenDienstleistungen und ganzer Fabriken für Daten- verarabeitung, den Rechenzentren. » Die Industrie muss Antworten auf diese neuen wirtschaft- lichen Herausfordernungen geben. Sei es als Prosumer, wo die Verbraucher zu Produzenten werden, sei es bei peer-to- peer-Systemen, bei der es keine Zwischenhändlermehr gibt. « Wir müssen eine gemeinsame Linie finden, um den neuen Bedürfnissen Rechnung zu tragen », erklärt Buck. Deshalbwill sichder Verbandalswichtiger Akteur positionie- ren. « Wir wollen die Komplexität der Dinge einfach erklären und auf den Punkt bringen. » Einzig die Integration des Landes und seiner Wirtschaftsak- teure in ein fundiertesWirtschaftssystemmit Kompetenzen, offener Innovationsbereitschaft, Nähe zwischen Konzep- tions- und Produktionspolen könne die Entwicklung dieser hyperindustriellenGrundlagegarantieren. EineEntwicklung, die letztendlich auf Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit des Großherzogtums ziele. Cegecom ist als Eckpfeiler der Informations- und Kommuni- kationstechnologien Luxemburgs Mitglied der Fedil. Unter entscheidender Mitwirkung von Geschäftsführer Georges Muller setzt sich Cegecom für die Zielsetzungen der neuen Technologien innerhalb des Verbands ein und vertritt die Interessen der wichtigen Gesellschaften der Branche. Nach dem Motto « Connect your business to your future » ist Ce- gecom für die Entwicklung dieser Technologien mehr denn je aktiv sowohl in Luxemburg und der Großregion als auch imAusland. Partner Unternehmerverband Luxemburgs setzt auf Innovation und Digitalisierung Weitere Infos: www.fedil.lu

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