Kraftwerk Ensdorf fit für den Wettbewerb
Seit weit über 35 Jahren wird in Ensdorf bei Saarlouis umweltfreundlich Strom aus Steinkohle erzeugt. Die VSE betreibt dort einen eigenen 120 MW-Block (brutto) und einen 310 MW-Block für Saarstahl und Saarschmiede. Schritt für Schritt hat die VSE in den letzten Jahren das Kraftwerk fit für den Wettbewerb auf dem Strommarkt gemacht. Zahlreiche Maßnahmen zur Kostenreduzierung und der Einsatz neuester Techniken haben zur Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit beigetragen.
Wettbewerbsfähigkeit des Kraftwerks Ensdorf kontinuierlich erhöht
VSE hat die Wettbewerbsfähigkeit des Kraftwerks Ensdorf kontinuierlich erhöht. Modernisierungsmaßnahmen, Flexibilität und Ideenreichtum der Mitarbeiter sowie Kostenreduzierung sind dabei Schlüsselfaktoren, um das Kraftwerk für einen Betrieb auch über das Jahr 2010 hinaus fit zu machen.
Über 35 Mio. Euro investierte VSE in den letzten Jahren allein für Maßnahmen zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit. Dazu zählen vor allem Wirkungsgrad verbessernde Maßnahmen, die Optimierung von Verfahrensabläufen durch EDV-Unterstützung, die Vollautomatisierung der Bekohlungsanlagen, die Einführung der risikobasierten Instandhaltung, die Fernwärme-Auskopplung und der Einsatz von Ersatzbrennstoffen. Dagegen wurden auf anderen Ebenen Kosten reduziert. VSE ist mittlerweile in der Lage, zwei Ballast-Kohleblöcke mit weniger als 100 Mitarbeitern zu betreiben.
VSE legt weiterhin großen Wert auf den Umweltschutz. Das nach EG-Richtlinie 761/2001 (EMAS II) sowie ISO 14001 validierte und zertifizierte Kraftwerk hat sein Umweltmanagementsystem im Berichtsjahr kontinuierlich fortentwickelt.
Heimische Steinkohle zur Strom- und Wärmeerzeugung
Die Stromerzeugung im Kraftwerk Ensdorf sank im Vergleich zu 2008 von 1,40 Mrd. kWh auf 1,21 Mrd. kWh. Der Rückgang ist insbesondere der wirtschaftlichen Situation geschuldet. In Block 1 wurden knapp 170.000 Tonnen Kohle und rd. 363.000 Tonnen in Block 3 eingesetzt - zusammen 533.000 Tonnen. Hinzu kommen rd. 15.500 Tonnen Ersatzbrennstoffe (Klärschlamm und Tiermehl) in beiden Blöcken. Zudem speiste VSE rd. 49 GWh Wärme in die Fernwärme-Schiene Saar-West ein.
Wirkungsgrad erhöht
Nachdem in den letzten Jahren umfangreiche Retrofit- und Optimierungsmaßnahmen am Block 1 realisiert und die Fernwärmeleistung auf bis zu 66 MW erhöht wurden, fanden im Jahr 2003 umfangreiche Erneuerungsmaßnahmen an Block 3 statt. Der Wirkungsgrad dieses Blocks wurde verbessert, so dass die maximale elektrische Leistung auf 310 MW gesteigert werden konnte. Die günstige Kostenstruktur ist Garant für den weiteren Betrieb des Blocks in den nächsten Jahren.
Einsatz von Ersatzbrennstoffen
Mit dem Ziel, die Brennstoffkosten so niedrig wie möglich zu halten, setzt VSE im Kraftwerk Ensdorf neben Kohle Ersatzbrennstoffe wie Tiermehl und kommunale Klärschlämme ein. Das Kraftwerk verfügt mit seiner Schmelzkammerfeuerung über ideale Voraussetzungen für den Einsatz von Ersatzbrennstoffen. Dazu zählen vor allem die hohe Verbrennungstemperatur von über 1.600°C und die lange Verweildauer der Brennstoffe von typisch 4,5 Sekunden, bei der alle organischen Verbindungen vernichtet werden. Bei regelmäßig durchgeführten Emissions-Messungen seit Beginn des Klärschlammeinsatzes im September 2001 wurden keine signifikanten Unterschiede festgestellt zu der Verbrennung mit und ohne Ersatzbrennstoffen. VSE ist zur Transparenz und zur Einhaltung sämtlicher Auflagen der Genehmigungsbehörden verpflichtet.
Kontakt
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Kurt-Kessler-Straße 1
66806 Ensdorf
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